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25 Jahre Vontobel
Mit über 100 geladenen Gästen, Kunden, Behördenmitgliedern, Lieferanten und Freunden startete die Vontobel GmbH in Suhr kürzlich ihre zweitägige Jubiläumsausstellung.
Ein großes Angebot von Motorgeräten mit zum Teil Live-Vorführungen wurde präsentiert. Höhepunkt des Rahmenprogramms: In einer eigens herangefahrenen "Berghütte" wurde den Gästen ein Nachtessen serviert.
"Immerhin es gab eine Firma mit einer Werkstatt und einer Kundenkartei, die rund 100 Kunden umfasste, und ein kleines Verkaufssortiment, bestehend aus Echo-, Hamedan-, Honda- und Rapid-Maschinen", blickt Inhaber, Röbi (Robert) Vontobel auf seinen Start vor 25 Jahren zurück. Damals kauften er und seine Frau Maya den Einmann-Motoristenbetrieb von Ernst Fassler. Der war dazumal 70, Vontobel gut 30 Jahre alt.
"Aber", fährt Vontobel fort, "ich musste die Verkäufe aktivieren, wollten ich und meine Frau überleben. Das war damals das Einzige, was wirklich klar war." Im ersten Geschäftsjahr, so errechnete das Ehepaar, musste ein Umsatz von 200.000 CHF (138.000 Euro) erzielt werden, denn nur dann konnten die auflaufenden Unkosten bezahlt werden. Vontobel legte los, reparierte und verkaufte gleichzeitig, während seine Frau eifrig Rechnungen schrieb und ein wachsames Auge auf die Buchhaltung hatte.
Erfolge dank hohem Einsatz
Dass Vontobel gut arbeiten musste, spürte er bereits im dritten Geschäftsjahr: Er und seine Frau wurden dank guter Verkäufe vom Honda-Importeur Schweiz auf eine Reise ins ferne Japan eingeladen. "Das war schon etwas ganz Spezielles für uns", erinnert sich der Chef, der ansonsten in der wenigen Freizeit ein begeisterter Berggänger und Skitourenfahrer im Hochgebirge ist. Der Motoristenbetrieb kam immer besser "in Fahrt", das Sortiment wurde laufend vergrößert und es mussten Mitarbeiter eingestellt werden. Dank eines guten Verhältnisses zum Liegenschaftsbesitzer Fassler (übrigens nach dessen Tod auch zu seinem Sohn) konnten stetig weitere Räumlichkeiten dazugemietet werden.
Gute Ideen entsprechende Lösungen
Vontobels Erfolg beruht nicht alleine auf seinen umfangreichen Fachkenntnissen, für seine Kunden war er auch immer Problemlöser. Das führte den ideenreichen Landmaschinenmechaniker bis nach Paris zu den Französischen Bundesbahnen. Niveauunterschiede bei speziellen Eisenbahnwagen hatten bisher mittels mühsamem Handkurbeln angepasst werden müssen. Vontobel, durch einen seiner Kunden auf das Problem aufmerksam gemacht, entwickelte kurzerhand eine fahrbare Konstruktion mit eingebautem Honda-Motor, wodurch das Auf- und Absenken fortan viel schneller und ohne menschliche Kraft ausgeführt werden konnte. Sogar im entfernten Paris hörte man von der "Vontobel-Kurbel". Vier bestellte Geräte überbrachte der Chef höchst persönlich in die französische Hauptstadt.
Der heutige Motoristenbetrieb
"Die notwendigen Dienstleistungen für die Kunden lassen heute keine Zeit für solche Ausschweifungen mehr", sagt Vontobel, denn als Fachhändler ist er sich bewusst, dass der nachhaltige Geschäftserfolg zum grossen Teil vom Kundenservice abhängt. Bring- und Holservice für die Rasenmäher der privaten Kunden, aber auch ein Sofort-Service für Profimaschinen werden von den Anwendern heute fast grundsätzlich erwartet. Und selbst dann ist die Ungeduld auf Kundenseite ungebrochen hoch.
Einen weiteren Punkt für den Geschäftserfolg sieht der Fachmann in der Kundenberatung. "Da können wir uns von den Baumärkten abheben und hier kommt natürlich auch die Sortimentsgestaltung ins Spiel. Denn wenn der Fachhändler die gleichen Maschinen anbietet wie die Grossfläche, holt sich der Kunde bei uns nur die Beratung und kauft dann im Baumarkt." Darum bietet Vontobel vor allem Qualitätsprodukte an, darunter Produkte der Marken Echo, Dixon, Grillo, Honda, Husqvarna / Jonsered, Kränzle, Kubota, Metabo, Pellenc oder Stihl Produkte auf deren Qualität sich Vontobel auf Grund seiner langjährigen Berufserfahrung verlassen kann.
Zur Kundenzufriedenheit gehören aber auch geschulte und freundliche Mitarbeiter, denn die Zeiten, als Vontobel das Geschäft quasi als Familienbetrieb führen konnte, sind längst vorbei. Das heute fünfköpfige Team ist kompetent und gut aufgestellt. Dennoch, die Familie spielt weiterhin hinein, denn seit einigen Monaten ist Sohn Marco in den Betrieb eingetreten. Nach einer Lehre als Landmaschinenmechaniker und später als Angestellter in einem Produktionsbetrieb hat sich Marco schon viel Motoristen-Know-How angeeignet.
Neues Ladenlokal
Rechtzeitig zur Jubiläumsausstellung wurde auch das neue Ladenlokal fertig gestellt. Im großzügigen Verkaufsraum, aber auch im Freien können jetzt eine Vielfalt von Geräten und Maschinen gezeigt werden. Auf dem weiten Ausstellungsgelände gibt es genügend Gelegenheit, die Produkte in Aktion zu sehen.
In der kurzen Ansprache Vontobels, in der er sich vor allem bei seinen Kunden, Mitarbeitern und allen Helfern bedankte, erwähnte er noch eine für ihn und die Zukunft der Firma wichtige Gegebenheit: "Dass mein Sohn Marco Interesse an unserem Geschäft zeigt, das freut mich sehr und ebenso freut mich, dass Marco und ich problemlos zusammenarbeiten können." Wahrlich eine gute Voraussetzung, die nächsten 25 Jahre anzugehen.
