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Auf dem Prüfstand – Test prüft Gartengeräte

Handgeführte Maschinen mit Verbrennungsmotor wie Motorkettensägen, Rasentrimmer und Freischneider stoßen zum Teil extrem hohe Konzentrationen an giftigen Verbrennungsabgasen aus und belasten so Mensch und Umwelt.

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Foto: MOTORIST

Labortests der Deutschen Umwelthilfe (DUH) im Jahr 2016 zeigen auf, dass von 33 untersuchten Geräten 80 Prozent zu hohe Abgasemissionen aufwiesen.
Die für die Marktüberwachung zuständigen Länderbehörden sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Einhaltung der Immissionsschutzgesetze bei mobilen Maschinen zu kontrollieren.

Trotz ihrer kleinen Größe sorgen die Gartengeräte mit Verbrennungsmotor zum Teil mit Überschreiten der Grenzwerte bis zu 600 Prozent dafür, dass diese Geräte eine Gefahr für die Gesundheit der Verbraucher darstellen. Zudem wird der Verbraucher getäuscht, indem er nicht erkennen kann, ob ein Gerät die gesetzlichen Vorgaben erfüllt oder nicht. Die von der DUH seit drei Jahren aufgedeckten Missstände sind auch auf das weitgehende Versagen der meisten für die Marktüberwachung zuständigen Landesbehörden zurückzuführen. „Wir brauchen endlich wirksame Kontrollen der amtlichen Marktüberwachungsbehörden. Dass nur zwei von 16 Bundesländern kontrolliert und festgestellte Verstöße mit Bußgeldern belegt haben, zeigt noch viel Luft nach oben“, sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Aufgrund der unzureichenden Marktüberwachungsaktivitäten der Bundesländer und der Verzögerung in der Überarbeitung der 28. BImSchV (Bundes-Immissionsschutzverordnung), wird die DUH auch in diesem Jahr eigene Messungen handgeführter Gartengeräte durchführen. Hier sollen, wie im vergangenen Jahr, zudem auch Geräte des französischen und schwedischen Marktes sowie erstmals des dänischen Marktes einbezogen werden, um einen größeren internationalen Vergleich zu ermöglichen.