zurück

„Der Akku eröffnet neue Zielgruppen“

Pavel Hajman spricht im dritten Teil des Top-Interviews über Akku-Technologie und wie dadurch neue Zielgruppen erreicht werden können.

Pavel Hajman Präsident Husqvarna
Pavel Hajman Präsident Husqvarna
Foto: Husqvarna

MOTORIST: Es stellt sich die Frage nach Akku oder Benzin nicht nur aus Anwendersicht. Gerade auch in der weltweiten Nutzung und deren Verteilung gibt es doch bestimmt auch deutliche Unterschiede?

P. Hajman: Ja, da gibt es klare Unterschiede. In Europa, Japan und Nordamerika ist Akku als Antriebssystem schon seit längerem gut akzeptiert. In vielen Teilen Südamerikas und Asiens wird Akku hingegen noch weniger angenommen. Doch auch dort scheint sich eine Veränderung abzuzeichnen.

Auch die Anwender sollten wir genauer betrachten. So eröffnen sich durch Akkuprodukte neue Zielgruppen im Bereich der Privatanwender. Da die Produkte leichter sind, können auch ältere Menschen sie über einen längeren Zeitraum nutzen. Außerdem gab und gibt es Vorbehalte bei Frauen und Senioren, Benzingeräte zu verwenden. In der Entwicklungsphase unserer Produkte achten wir darauf, diese Zielgruppen im Blick zu behalten. Auch hier können wir wieder Synergien im Konzern nutzen: Das japanische Unternehmen Zenoah hat sich als Teil der Husqvarna Group schon seit vielen Jahren auf kleine und leichte Benzingeräte spezialisiert. Zwar gibt es die Marke nur in Japan, wo sie einen sehr guten Ruf hat. Jedoch nutzen wir dieses Know-how für die gesamte Marke und lassen es in die Entwicklung neuer Produkte einfließen.

MOTORIST: Aus China haben sich neue Hersteller aufgemacht den Markt für Akkugeräte mit preisgünstigen Produkten zu beliefern. Wie sehen Sie diese neunen Wettbewerber?

P. Hajman: Bei Husqvarna äußern wir uns grundsätzlich nicht zum Verhalten anderer Hersteller. Es stimmt jedoch, dass es im wachsenden Akku-Markt neue Hersteller gibt. Einige kommen aus dem Bereich der Elektrowerkzeuge und haben Erfahrung im Bereich der Garten- und Forstgeräte, andere haben keinerlei Erfahrung in diesem Bereich. Da der Entwicklungsaufwand und das nötige Know-how hier geringer sind als bei benzinbetriebenen Geräten, ist der Markteintritt einfacher. Allerdings sehen wir bei den neuen Mitbewerbern keine, die sich wie wir im Premiumbereich positionieren.

Zum ersten Teil geht es hier .

Der zweite Teil des Interviews finden Sie hier .

Zum vierten Teil des Interviews geht es hier .