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Akkugeräte vs. Verbrennungsmotor

Lieferanten berichteten dieses Jahr, das erste Mal, von einem Rückgang bei Geräten mit Verbrennungsmotor in Richtung akkubetriebenen. Welche Vor- und Nachteile beide Motorenarten haben, erklärt Motorist.

Akkurasmäher vs Verbrennungsmotor
Akkurasenmäher vs Verbrennungmotor
Foto: Pixbay

Wirkungsgrad: Ein Großteil der erzeugten Energie geht bei Verbrennern (stärker noch bei Benzinern als beim Diesel) unter anderem durch Reibung und Wärmeentwicklung verloren, nämlich zwischen 65 und 75 Prozent. Bei Akkugeräten geht mit circa 10 bis 15 Prozent bei bürstenlosen Motoren nur ein Bruchteil dessen verloren. Das Leistungsmaximum ist unmittelbar aufgebaut.

Abnutzung: Weniger Hitzeentwicklung bei Akkugeräten führt zu geringerer Belastung der Komponenten. Hinzu kommen geringere chemische Belastungen als bei Verbrennern.

Anforderungen: Hier haben die Verbrenner in der Regel noch die Nase vorn, da Kraftstoff immer wieder nachgetankt werden und mit einer „Ladung“ länger gearbeitet werden kann. Akkukapazitäten sind vergleichsweise stark limitiert, was sie für sehr anspruchsvolle Arbeiten mit großen Leistungsspitzen oft noch unattraktiv macht. Bei Kleingeräten und mit dem Einsatz von rückentragbaren Akkus ist das aber kaum ein Thema. Durch die Weiterentwicklung in der Autoindustrie und den (langsam vonstattengehenden) Ausbau der Ladeinfrastruktur kommt auch bei größerem Gerät Spannung ins Geschäft. Parallel sind aber auch Entwicklungen in der Brennstoffzellentechnik von Interesse.

Mehr Informationen zur Brennstoffzellentechnik finden Sie in der Ausgabe 03/2019 von Motorist. Wenn Sie noch kein Abonnent dann testen Sie das Heft als Mini-Abo oder Sie holen sich die einzelnen Ausgabe über unseren RM-Handelsmedien-Select-Shop.



Umwelt- und Gesundheitsaspekte: Dieser Punkt ist nicht so einfach zu beantworten. Kurz gesagt sind die Herstellerfirmen der Motoren, auch aufgrund von strenger gewordenen Emissionsrichtlinien (etwa Euro V), bemüht, die Motoren und das, was nach der Verbrennung aus ihnen herauskommt, sauberer zu halten. Giftig für den Anwender, wenn er zu nahe an den Abgasen arbeitet, und grundsätzlich auch schlecht für die Co2-Bilanz sind Verbrenner aber allemal. Das gilt nicht für Akku-Produkte. Der genauere Blick zeigt jedoch: Es hängt bei der Emissionsbilanz davon ab, woher der Strom zum Aufladen kommt. Hinzu kommt der Aspekt der Wiederaufbereitung, die nach überwiegender Meinung unzureichend ist, was wiederum aufgrund des auftretenden Mülls wenig nachhaltig ist. Auch am Abbau von Lithium in Südamerika gibt es aufgrund des vermeintlich zu hohen Grundwasserverbrauchs Kritik. Hierzu gibt es aber auch gegenteilige Meinungen. Das Thema verdient eine separate Betrachtung.

05.06.2019

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