zurück
DSGVO

Auch die kleinsten Unternehmen müssen handeln

Die neue Datenschutzverordnung, die am 25. Mai in Kraft tritt, nimmt auch die kleinsten Unternehmen in die Pflicht. Bei Verstößen drohen empfindliche Bußgelder.

Wer die neue Datenschutzverordnung nicht einhält, kann mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.
Wer die neue Datenschutzverordnung nicht einhält, kann mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.
Foto: Succo/Pixabay

Der 25. Mai ist Stichtag. Die europaweit geltende Datenschutzverordnung (DSGVO) tritt in Kraft. Sie sieht Auflagen vor, die auch die kleinsten Unternehmen im Umgang mit persönlichen Daten befolgen müssen. Viele Unternehmen stehen dabei noch im Dunkeln- obwohl die Vorgaben bereits seit zwei Jahren bekannt sind. Laut einer Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft, gab jeder zweite Mittelständler an, dass sie noch völlig planlos sind.

Eine weitere Umfrage, die im Auftrag des Verbandes gemacht wurde, unterstreicht das 36 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen von den neuen Regeln noch nicht einmal was gehört haben. Lediglich 22 Prozent haben sich auf die Umstellung auf die neue Datenschutzverordnung vorbereitet oder wollen zumindest noch Änderungen umsetzen.

Was ist zu beachtet?

Zu den wichtigsten Neuerungen gehören zum Beispiel veränderte Transparenzpflichten, die vor allem dann wirksam sind, wenn es um die Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten geht. Dazu zählen Namen, Adresse, Gesundheitsdaten und Kontonummern. Online-Shops müssen ihre Webformulare für die Eingabe persönlicher Daten anpassen und die Übermittlung muss verschlüsselt ablaufen. Auch dürfen nur Daten angefordert werden, die unmittelbar benötigt werden. Für Werbe-Mails ist die ausdrückliche Zustimmung der Adressanten vor dem Versand zwingend erforderlich. Außerdem müssen in Betrieben ab zehn Mitarbeiter ein interner Datenschutzbeauftragter bestellt werden.

Wie hoch sind die Strafen?

Bei Verstoß ist zwar mit einem Bußgeld zurechnen, dennoch richtet sich die Höhe stäts nach den wirtschaftlichen Verhältnissen der Unternehmen sowie nach der Schwere des Falls und den Anstrengungen, die zuvor unternommen wurden.

26.04.2018