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bevh kritisiert Grünen-„Angriff“ auf Onlinehandel

Die Partei die Grünen wollen den Onlinehandel stärker regulieren. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) plädiert für eine differenzierte Betrachtung.

Das Corona-Szenario hat einmal mehr gezeigt wie wichtig Multi-Channel ist. Auch an den Motoristen geht die Entwicklung nicht vorüber.
Der bevh reagiert kritisch auf die Aussagen der Grünen, den Onlinehandel stärker regulieren zu wollen.
Foto: Pixabay

„Der verbale Angriff auf den Onlinehandel zeichnet ein falsches Bild von unserer Branche. Wer den Onlinehandel nur auf Plattformen reduziert, verkennt die Vielfalt des E-Commerce mit zahlreichen Angeboten aus dem Mittelstand und Chancen für bislang nur stationäre Handelskonzepte. Plattformen bieten gerade für Einsteiger in den E-Commerce die notwendige Infrastruktur“, sagte Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh).

Er reagiert damit auf Aussagen der Grünen, die den Onlinehandel in Deutschland stärker regulieren wollen. Die Marktmacht des Warenverkaufs über das Internet müsse zumindest begrenzt werden, hatte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt vergangene Woche nach einer zweitägigen Klausur gesagt. Der klassische Handel sei inzwischen stark ins Hintertreffen geraten. Zu einer Regulierung könne etwa das Bundeskartellamt beitragen, aber auch eine Digitalsteuer.

„Der Entwurf für das neue Grundsatzprogramm der Grünen differenziert viel klarer: Bekämpft werden darf nur der Missbrauch von Marktmacht – wie dies in vielfältigen Gesetzesnormen und kartellrechtlichen Handlungen erfolgt ist“, meint Wenk-Fischer. Das konstante Wachstum des E-Commerce sei durch „jahrelange Bestleistungen zum Vorteil der Konsumenten und der Wirtschaft entstanden“.

08.09.2020