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Corona-Effekt: 4 mögliche Szenarien

Die Ausbreitung des Coronavirus stellt den Alltag der Menschen und die Wirtschaftswelt auf den Kopf. Dabei drängt sich die Frage auf: Wie geht es weiter und was kommt danach? Das Zukunftsinstitut beschreibt vier Szenarien.

Corona-Effekt
Eines steht fest: Nach der Corona-Krise ist nichts mehr wie es mal war.
Foto: Pixabay

In den Medien kursieren die unterschiedlichsten Prognosen, was in den kommenden Tagen und Wochen passieren wird. Ebenso halten uns tägliche Presskonferenzen auf Trab. Eines ist bereits heute klar: Nach der Corona-Krise ist nichts mehr wie es mal war. So ungewiss der konkrete Verlauf aktuell erscheint: Mit den Methoden der Trend- und Zukunftsforschung lassen sich die möglichen Folgen einschätzen. Das Zukunftsinstitut hat deshalb vier Szenarien entwickelt, die beschreiben, wie die Lage mittelfristig aussehen könnte:

Szenario 1: Die totale Isolation
Am Anfang war der Shutdown – und der Shutdown ist zur Normalität geworden.

Szenario 2: System-Crash
Das Virus hat die Welt ins Taumeln gebracht, und sie kommt nicht mehr heraus.

Szenario 3: Neo-Tribes
Nach der Corona-Krise hat sich die globalisierte Gesellschaft wieder stärker zurück zu lokalen Strukturen entwickelt.

Szenario 4: Adaption
Die Welt lernt und geht gestärkt aus der Krise hervor.

Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts: „Als Zukunftsinstitut sind wir der Beobachtung der Zukunft verpflichtet – einer Zukunft, die aktuell ungewisser denn je erscheint. In einer solchen Situation hilft es, sich den möglichen Entwicklungen mittels Szenarien zu nähern. Szenarien skizzieren Möglichkeitsräume, die sich für uns alle im Kontext der Krise auftun: Welche Entwicklungen können wir erwarten? Wie wird das Virus unsere Kulturtechniken, Werte und Konsummuster, unser kollektives Mindset verändern?“ In Conclusio sei Panik nicht angebracht, zur Gelassenheit aufzurufen jedoch auch nicht, so das Institut. Die Situation sei ernst, das merke jeder, der Verantwortung für Menschen und Unternehmen trage. Dennoch: auch und gerade in dieser Krise müssten Entscheidungen getroffen werden. Die Lage sei unübersichtlich und unsicher. Und somit bleibe nur, sich konzentriert und schrittweise einen Tag auf den anderen vorzubereiten, ohne den Überblick über die Gesamtsituation zu verlieren. "Leichter gesagt als getan."

24.03.2020