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Das neue Motorist Branchen-Barometer

Das neue Motorist Branchen-Barometer zeigt auf, dass es bei der Einschätzung einzelner Sortimente und Segmente sehr deutliche Unterschiede gibt, wenn es um die Bewertung des Geschäftsumfeldes geht. Die ohnehin als Trendthemen ausgemachten Kategorien werden prinzipiell mit guten Aussichten assoziiert.

Für dieses Panel werden regelmäßig über 100 Unternehmen des Handels für motorisierte Gartentechnik telefonisch befragt. Dabei geht es um den aktuellen Geschäftsverlauf, um die Sortimentsentwicklung, die Geschäftserwartung sowie wesentliche Themen der Branche. Die neue Pflichtlektüre für Entscheider.

Sortiment Motorsensen und Sortiment Holzspalter

Holzspalter werden von vielen Motoristen gar nicht mehr geführt, was die hohe Zahl „ohne Angabe“ nahelegt. Die, die sie führen, sehen das Segment aber eher auf einem absteigenden Ast. Im leicht positiven bis stagnierenden Feld ordnet nicht ganz ein Drittel der Befragten die Holzspalter ein. Ein Viertel sieht Rückgänge voraus. Nicht sehr anders wird das Sortiment der Motorsensen bewertet, wenngleich hier vielleicht der Gedanke an bestimmte Antriebstechnologien vorherrschte.

Denn beim Blick auf die Gesamtkategorie „Handgeführte Motor-Gartengeräte“ überwiegt auch eine zunehmend zurückhaltende Stimmung. Von Akku-Gartengeräten als Ganzes und von Robotern erwartet sich der Handel jedoch noch Großes. Zusammengenommen 67 Prozent der Befragten beurteilen die Lage in den kommenden sechs Monaten als mindestens gut.

Entsprechend ist bei der nebenstehenden Detailschau nur eine verschwindend geringe Minderheit davon überzeugt, dass sie ausgerechnet im noch immer boomenden, wenngleich unter Druck aus anderen Kanälen geratenen Robotergeschäft Rückgänge zu erwarten hat. Fast ein Drittel rechnet sogar mit Zuwächsen von mehr als 10 Prozent.

Sortiment Robotermäher und potenzial Robotermäher

Bei der Beurteilung des Geschäfts mit Robos im gewerblichen Umfeld sieht die deutliche Mehrheit keinen Ansatzpunkt für sich. Die übrigen 37 Prozent allerdings sehr wohl. Das korrespondiert mit der Einschätzung von Lieferanten im Markt, dass das Geschäft mit Sportvereinen und Co. nicht für jeden gemacht und auch nicht für jeden das Allheilmittel ist. Zumal es für bestimmte Anwendungen (man denke an öffentliche Parks) rechtliche Bedenken und Vandalismus-Angst gibt. Die Igel- und Bienenschutzthematik kommt hinzu.

Stimmung in den Kategorien: Handgeführte Motor-Gartengeräte, Aufsitzgeräte, Akku-Gartengeräte und Roboter, Werkstattauslastung

Naheliegend, dass angesichts dieser positiven Einschätzung automatisierter Mähtechnik zu Aufsitzmähern eine mittelmäßige Zukunftserwartung vorherrscht. Spannend ist die Selbsteinschätzung zum Thema Werkstattauslastung. Fast 90 Prozent halten sie für gut, und immerhin noch fast 80 Prozent gehen davon aus, dass das über die kommenden sechs Monate auch so bleibt. Schaut man sich hinwieder die Erfahrungswerte von Experten an, gehen die Eindrücke bei der Werkstattauslastung, und wie optimiert die Werkstatt an sich ist, auseinander. Man kann aber definitiv festhalten, dass im Handel der Eindruck vorherrscht, dass das Werkstattgeschäft läuft. Das war nach der in manchen Regionen durch Trockenheit „verhagelten“ Saison nicht selbstverständlich.

Termine des Umbaus, erhöhter Investitionsbedarf und Gründe für Investitionsstau

Spannend ist darüber hinaus der Blick auf unser Zusatzthema, das den Ladenumbau betrifft Die Gründe für einen Umbau unter denen, die einen vorgenommen haben, sind jedenfalls umfangreicher als die Gründe, ihn vermieden zu haben. Anlässe liegen etwa in der Werkstatt, in der Warenpräsentation oder auch im Außenbereich. Gerade in die Werkstatt wird demnach auch am ehesten investiert. Neue, schon angesprochene Sortimente und die Zunahme von digitalen Komponenten verändern den Werkstattalltag, angefangen beim Auslesen bis hin zur Reinigung bestimmter Produkte wie Robotermäher.

Geplante Investitionen für das laufende Geschäftsjahr, Ziel der Investitionen und Unterstützung von Lieferantenseite

Allerdings lässt sich anhand der Zahlen auch konstatieren, dass bei einer Mehrheit der Händler ein Umbau oder eine Umbaumaßnahme länger zurückliegt als fünf Jahre. Immerhin ein Fünftel hat innerhalb der letzten zwei Jahre an dieser Stelle investiert. Investieren ist das richtige Stichwort. Denn Geld kostet es in der Regel. So mancher Lieferant bietet dabei seine Unterstützung an. Allerdings ist das natürlich an ein größeres Engagement gebunden und auch dann nicht kostenfrei. Eine leichte Mehrheit setzt auf Lieferantenunterstützung. Aber ein guter Teil eben wiederum nicht, was Unabhängigkeit verspricht. Gründe können aber auch sein, dass die jeweiligen Investitionsnotwendigkeiten nicht zu angebotenen Unterstützungsleistungen passen.

Für das laufende Geschäftsjahr planen laut eigenen Angaben immerhin noch 30 Prozent Investitionen, was kein schlechter Wert ist. Der Zusammenhang zu einem gewissen Investitionsstau in den letzten Jahren ist naheliegend.

Aktuelle Geschäftslage, Umsatzerwartung, KUndenzahlentwicklung und Gewinnprognose

Die grundsätzliche Unternehmenssituation sieht eine leichte Mehrheit positiv, nur wenige negativ. Allerdings sind die zukünftigen Kundenzahl-, Umsatz- und Gewinnerwartungen eher verhalten. Angesichts der großen Wetterunsicherheit und der Erfahrungen aus dem Jahr 2018 ist das nicht überraschend. Immerhin noch ein Drittel erwartet aber, zulegen zu können.

Das Motorist-Barometer erscheint künftig in jeder Ausgabe. Ab Ausgabe 9/2019 (September 2019) kann das Motorist-Barometer vollumfänglich mit Antworten zur Entwicklung der einzelnen Sortimentebereiche und einem eigenen Fragenkomplex zu aktuellen Fragen, die die Branche bewegen, im Abo erworben werden und wird Interessenten pünktlich mit dem Erscheinen als PDF (Umfang 6 bis 8 Seiten) zugesandt. Der Normalpreis beträgt 89 Euro für sechs Ausgaben. Abonnenten von Motorist erhalten einen Vorzugspreis von 69 Euro. Über unseren Digitalkiosk Select ist auch ein Einzelbezug möglich, der je Ausgabe 18,90 Euro beträgt (ab September erhältlich).

11.06.2019

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