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EDE berichtet über Geschäftsjahr 2018

Der Einkaufsverbund EDE kann auch für 2018 wieder einen Rekordumsatz und Mitgliederwachstum verzeichnen. Auch die Motoristik-Sparte wächst, allerdings im Verhältnis zu den Hauptumsatzbringern in kleinem Rahmen.

Dr. Andreas Trautwein
Dr. Andreas Trautwein am 27. Februar 2019 in Düsseldorf.
Foto: M. Brandt

Am 27. Februar hatte die EDE-Führung in den Industrie Club nach Düsseldorf geladen. Sämtliche Vorstände, inklusive der Neuzugänge Jüngst und Henkel waren vor Ort. 2017 konnte der Einkaufsverband EDE erstmalig die 6 Milliarden Euro-Grenze beim Handelsvolumen überschreiten (Plus 487 Millionen Euro). Diese rissen die Wuppertaler auch 2018 wieder deutlich mit einer Steigerung um 306 Millionen auf 6,35 Millarden Euro. Der Oktober war mit 594 Millionen Euro der stärkste Monat des vergangenen Jahres und der Unternehmensgeschichte.

Das Geschäft im Inland wuchs um 261 Millionen, das im Ausland stieg um 45 Millionen Euro. Stark waren unter anderem der Stahlbereich, Arbeitsschutz/Technischer Handel und die Haustechnik. Das Lagergeschäft habe sich außerdem überproportional entwickelt. Der Lagerumsatz betrug 307,6 Millionen Euro und weist somit ein Plus von 15 Millionen Euro auf. Der Paketversand ist in den letzten 24 Monaten stark um 30 Prozent angestiegen. Das ist vielfach zu beobachten und hat oftmals auch damit zu tun, dass die Gebinde kleiner werden und Einzelbestellungen oder kleinere Mengen zunehmen.

Mit dem Konzernüberschuss von 14,4 Millionen Euro, der sich etwa auf dem Level des Vorjahres bewegt, zeigte sich Trautwein nicht übermäßig zufrieden. Angesichts weitreichender Investitionen sei das aber akzeptabel. Beim Eigenkapital lassen sich die Wuppertaler mit 391,5 Millionen Euro nicht lumpen. Das macht eine Eigenkapitalquote von immerhin 44 Prozent aus.

Nicht jeder Einzelbereich soll hier im Detail besprochen werden, aber insbesondere ein Blick auf den Bau-, Elektrowerkzeug- und Gartenbereich lohnt. Das Handelsvolumen mit Baugeräten konnte signifikant gesteigert werden, wenngleich der Preis- und Wettbewerbsdruck vom EDE als schärfer werdend gekennzeichnet wird. Der Fachbereich realisierte ein Wachtum um 7 Millionen auf 167 Millionen Euro. Der Fachbereich Elektrowerkzeuge weist ein Handelsvolumen von 514 Millionenn Euro, was einem Rückgang von 6 Millionen Euro entspricht.

Green Moto, die Motoristik-Sparte im EDE, bietet aktuell laut Joachim Hiemeyer auf MOTORIST-Nachfrage 48 Händlern eine Heimat. Drei seien im vergangenen Jahr dazugekommen. Der Umsatz mit Vertragslieferanten sei 2018 um 2,3 Prozent gestiegen. Allerdings lässt sich hierbei nicht bestimmen, ob dieser Umsatz lediglich von Green Moto-Mitgliedern oder auch anderen (etwa hybriden) Händlern gemacht wurde, was die Nennung einer absoluten Zahl erschwert. Insgesamt schildert auch Hiemeyer 2018 als ein wetterbedingt schwieriges Jahr.

EDE Führungsmannschaft ohne Dr. Trautwein
Die EDE-Führung, v.l.n.re.: Joachim Hiemeyer, Dr. Ferdinand von Alvensleben, Thomas Henkel, Peter Jüngst und Dr. Christoph Grote (nicht im Bild: Dr. Andreas Trautwein).
Foto: M. Brandt

27.02.2019