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Einhell-Umsatz erreicht erneut Rekordniveau

Einhell hat im Geschäftsjahr 2019 einen Rekordumsatz in Höhe von 605,7 Millionen Euro erzielt, allerdings bei sinkendem Ertrag. Wie der Werkzeughersteller mitteilte, sei eine Prognose für 2020 aufgrund der Corona-Krise „nur schwer abzuschätzen“. Man geht davon aus, „weiterhin profitabel“ zu sein.

Einhell Welt
Einhell wächst mit Akku.
Foto: Einhell

Der Konzernumsatz von Einhell ist 2019 um rund 5 Prozent auf 605,7 Millionen Euro (Vorjahr: 577,9 Millionen Euro) angewachsen. Das Ergebnis vor Ertragssteuern sank hingegen von 36,2 auf 32,5 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie reduzierte sich von 6,9 auf 6,4 Euro.

Da akkubetriebene Geräte bei Hobbygärtnern und Heimwerkern immer beliebter werden, setzt Einhell auch im neuen Geschäftsjahr auf die Erweiterung der Akku-Plattform „Power X-Change“. Ziel sei es, „Category Leader in diesem Bereich“ zu werden. „Unser Fokus liegt auch weiterhin auf dem Ausbau unserer Akku-Plattform ,Power X-Change‘. Diese umfasst bereits jetzt mehr als 130 Akku-Werkzeuge und Gartengeräte und wird bis Ende 2020 auf 170 Geräte erweitert. Wir sind mit Hochdruck dabei, unser gesamtes Produktsortiment in unserer Akku-Familie anzubieten und zwar überall dort, wo sich der Kunde Freiheit von Kabel und Benzinmotor wünscht. Wir liefern dafür mit unseren Akkugeräten die geeignete Lösung“, sagt Vorstandsvorsitzender Andreas Kroiss.

Aus diesem Grund wurde die Plattform für weitere Kooperationspartner geöffnet. Die Akku-Technologie findet Anwendung zum Beispiel für E-Kick-Scooter von Govecs, Kinder-Elektrofahrzeuge von Jamara und Logistik-Transportsysteme von Blickle.

Platz eins bei kabellosen Gartengeräten

Auch aktuelle Marktdaten bestätigen laut Einhell das positive Wachstum. Der Konzern habe aufgrund seiner konsequenten Produktentwicklungs- und Sortimentspolitik den Marktanteil deutlich steigern können. „Neben den Wettbewerbern Bosch und Makita gehört Einhell nun auch unter die Top Drei der meist verkauften Stückzahlen im Bereich Power Tools. Bei den kabellosen Gartengeräten belegt Einhell sogar Platz Eins, noch vor Gardena und Bosch“, heißt es dazu.

Der weitere Ausbau der Marke Einhell stehe auch die nächsten Jahre im Fokus. Die erfolgreiche internationale TV-Kampagne von 2019 werde auch 2020 in Deutschland und Österreich fortgesetzt. Weitere Länder seien bereits angedacht. Darüber hinaus werde die Kooperation mit BMW i Motorsport im Rahmen der Formel E weiter intensiviert, da der Themenmatch von E-Mobilität und Akku-Kompetenz „perfekt ist und auf die internationale Wahrnehmung der Marke Einhell einzahlt“.

Die Erweiterung des Logistikzentrums in Landau/Isar ist laut Einhell ebenso für das laufende Geschäftsjahr geplant. Der erste Teil, der Neubau eines Wareneingang-Terminals, soll noch in diesem Jahr fertig gestellt werden. Der zweite Projektabschnitt beinhaltet ein neues hochmodernes Hochregallager und Lagerverwaltungssystem.

Guter Start ins Jahr 2020

Mit Blick auf das Gesamtjahr 2020 seien aus heutiger Sicht die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise schwer abzuschätzen. Die Auswirkungen auf den Konzernumsatz und das Konzernergebnis hingen stark von den staatlichen Maßnahmen und Beschränkungen in den verschiedenen Ländern ab, in denen der Konzern tätig ist. Einhell geht davon aus, dass man „trotz der erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona in jedem Fall auch im Jahr 2020 weiterhin profitabel sein wird“.

Im ersten Quartal 2020 habe sich der Konzernumsatz „überwiegend sehr gut“ entwickelt. Lediglich in der zweiten Hälfte des Monats März seien die Umsätze wegen der Schließungen in einigen Ländern rückläufig gewesen. Nach den vorläufigen Zahlen beträgt der Konzernumsatz den Angaben zufolge in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2020 rund 154 Millionen Euro und liegt damit leicht unter dem Umsatzniveau des Vorjahres.

20.04.2020