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Federunacoma erwartet schwieriges Jahr 2019

Der italienische Herstellerverband landwirtschaftlicher Maschinen, zu dem auch die Comagarden gehört, in der die italienischen Gartengerätehersteller organisiert sind, berichtete in dieser Woche in Paris über die Lage des Traktorenmarktes. Und die sieht laut Verband nicht unbedingt rosig aus.

Alessandro Malavolti, CEO der AMA Gruppe und Präsident der Eima, sowie Verbands-Geschäftsführer Massimo Goldoni leiteten die PK
Alessandro Malavolti (li.), CEO der AMA Gruppe und Präsident der Eima, am Vortag der eima 2018. Schon damals hielt er mit deutlichen Worten nicht hinter dem Berg.
Foto: M. Brandt

Die Zahlen für 2018 zeigen einen Umsatzrückgang in Europa, China und der Türkei sowie ein Wachstum in den USA und Indien. Die Abschwächung der französischen und deutschen Märkte belastet die italienischen Exporte. Die geringfügige Verbesserung der Agrarpreise könnte zu Investitionen ermutigen, aber der allgemeine Trend der italienischen Wirtschaft und die aktuellen Trends im Welthandel deuten demnach auf ein schwieriges Jahr 2019 hin.

Der Verkauf von Traktoren auf dem Kontinent - nach Angaben des Ausschusses der europäischen Hersteller (CEMA), der vom Präsidenten der Federunacoma Alessandro Malavolti in Paris vorgestellt wurde - ging im vergangenen Jahr um 10 % zurück und lag bei 177.300 Einheiten. Auch wenn sich die globalen Umsätze der landwirtschaftlichen Betriebe aufgrund des erwarteten Preisanstiegs verbessern sollten, besteht die Gefahr, dass die Gesamtleistung der Wirtschaft für das laufende Jahr Investitionen abschreckt. Die Marktdaten zeigen, dass 2018 in allen wichtigen Ländern deutliche Rückgänge zu verzeichnen waren: Frankreich verzeichnete einen Rückgang von 9 % (24.700 Einheiten), Deutschland fiel um 18% (27.700 Maschinen), Italien hatte ein Defizit von 19 % (18.400 Einheiten) und Spanien einen Rückgang um 5 % (11.400 registrierte Maschinen).

Der Umsatzrückgang in Frankreich, so Malavolti, schade insbesondere der italienischen Industrie, deren erster Exportmarkt das Nachbarland ist. Die Entwicklung der Agrarpreise in Frankreich könnte eine Markterholung im Jahr 2019 begünstigen, was in den letzten Jahren auf jeden Fall zu einem Rückgang der französischen Registrierungen und folglich zu einem Rückgang der italienischen Exporte in das Land geführt hat. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2018 (ISTAT-Daten) betrug der Gesamtwert 455 Millionen Euro, was einem Rückgang von 6,8 % gegenüber dem gleichen Zeitraum von 2017 entspricht. Dieser Trend hat sich die letzten fünf Jahre bereits entwickelt. Stark sind die USA (235 Tausend Einheiten, ein Plus von 7%, was auch die italienischen Exporte begünstigt hat, die im Laufe des Jahres um 16,5 % gestiegen sind).

China verzeichnete im Jahr 2018 eine starke Umsatzverlangsamung (-26%) als Teil einer Politik zur Verringerung der vom Land unternommenen Überkapazitäten. Andere Märkte konnten zulegen, so Brasilien (39.000 Einheiten, was einem Anstieg von 5% gegenüber dem Vorjahr entspricht) und Russland (23.300 Einheiten mit einem Plus von 3%). Ein deutliches Minus weisen Exporte in die Türkei auf. während der Absatz von Traktoren stark zurückging: 48% Verkaufsrückgang bei 48.000 Einheiten.

02.03.2019

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