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Forstmesse Luzern - Neuer Spirit auf der Forstmesse 2017

Mit rund 26.000 Eintritten war die 24. Ausgabe erneut eine sehr stark besuchte Messe.

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Großer Anziehpunkt waren die Veranstaltungen rund um das Thema Sportholzfällen.
Foto: Messe Luzern

„Die Forstmesse in Luzern ist der bedeutendste Branchentreffpunkt. Die vier Messetage waren eine Freude für alle Beteiligten“, so Messeleiter Marco Biland. Die Stadt Luzern war noch internationaler als sonst, es reisten viele Besucher aus Italien, Österreich und aus skandinavischen Ländern an, um neue Produkte und Weiterentwicklungen als Erste zu sehen. Wer mit dem Wald verbunden ist, ließ sich diese Forstmesse nicht entgehen. 280 Aussteller informierten über Innovationen und Leistungen der Forstbranche. Auffällig war, dass der Elektro-Antrieb zunehmend an Bedeutung gewinnt, zumindest bei kleineren Motorgeräten. Das vielfältige Rahmenprogramm reichte vom Treffpunkt Forst, Forêt, Foresta, drei Fachveranstaltungen, an denen lebhaften diskutiert wurde, über tägliche Shows zum Sportholzfällen bis zur urigen Holzspaltmeisterschaft.

Holz verbindet

Die 24. Internationale Forstmesse wurde mit Referaten rund um den Schwerpunkt Schweizer Holz von Regierungsrat Josef Hess, Rolf Dürig, Geschäftsführer Codoc und von Bruno Röösli (Abteilungsleiter Wald, Kanton Luzern) und dem als Patronatspräsidenten und Alt Nationalrat Max Binder eröffnet. Josef Hess ging in seinem Referat auf den Grundsatz der Waldpflege, aber auch der wirtschaftlichen Nutzung ein und erwähnte als Hauptproblem im Holzbau, dass zu oft ausländisches Holz eingesetzt werde. „Es ist dieser bäumige Spirit, der uns so stark macht und nirgends so gut spürbar ist wie an der Forstmesse, wo sich Forstprofis, Waldeigentümer, Ausrüster und viele Fachleute zum Wissens- und Erfahrungsaustausch treffen“, sagte Max Binder am Schluss seines zuversichtlichen Rück- und Ausblickes auf 20 Jahre aus nächster Nähe verfolgter Forstwirtschaft. Dass Holz verbindet, zeigte auch der symbolische Eröffnungsakt mit der Holzkette.

Messeauftritte mit Pepp

Mit guten Ideen die Nase vorn hatte der Verband „WaldSchweiz“. Der Verband machte auf sein neues Erscheinungsbild wie auch auf aktuelle Kletterkurse aufmerksam, bewarb das weiterentwickelte Verwaltungsprogramm Forstcontrol – das ein digitales Büro im Wald ermöglicht. Lignum zeigte an der Forstmesse Luzern Flagge für das Herkunftszeichen Schweizer Holz (HSH). Der Messeauftritt des Verbands Forstunternehmer Schweiz stand im Zeichen der Sicherheit. Fünf Maschinenhersteller präsentierten wichtige Grundsätze zur Arbeitssicherheit zwischen Mensch und Maschine, damit Unfälle verhindert werden können.

Anziehungspunkt Forst, Forêt, Foresta

Dreizehn Organisationen luden in eine wunderschöne Waldlandschaft mit eingebettetem Waldsofa ein. Die Besucher konnten sich in der Sonderschau Treffpunkt Forst, Forêt, Foresta entspannen, spielerisch aktiv werden und neue Einblicke in die Forstwelt gewinnen. Das Waldsofa diente als Forum für moderierte Diskussionen rund um forstliche Themen wie Waldbiodiversität oder Gesamtarbeitsvertrag.

Hochkarätige Fachveranstaltungen

Das Seminar Holzindustrie, organisiert vom Departement Architektur, Holz und Bau der Berner Fachhochschule BFH, traf mit branchenübergreifenden Referaten zu Holzcluster Luzern, lokale Wertschöpfung mit Stromproduktion und der digitalen Vernetzung den Nerv der Zeit. Die von Hafl (Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften) moderierte und ebenfalls gut besuchte Podiumsdiskussion vermittelte das Thema Inwertsetzung von Waldleistungen aus verschiedenen Blickwinkeln. Am traditionellen Fachkongress von WaldSchweiz wurde das herausfordernde Miteinander von Wald und Wild lebhaft diskutiert. Gefunden wurden Ansätze zur optimalen Zusammenarbeit von Forst und Jagd und die Kommunikation als Schlüssel zu einem emotionalen Thema.

30.08.2017