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GaLaBau: Planungen laufen auf Hochtouren

Vom 16. bis 19. September soll in Nürnberg die GaLaBau stattfinden. Auch vor dem Hintergrund von Covid-19 plant die NürnbergMesse auf Hochtouren. Motorist sprach mit Stefan Dittrich, Projektleiter der GaLaBau, über Perspektiven der Branchenschau und warum sich gerade für Motoristen der Weg dorthin lohnt.

Stefan Dittrich
Stefan Dittrich
Foto: NürnbergMesse GmbH

M otorist: Herr Dittrich, die Vorbereitungen zur GaLaBau laufen schon auf Hochtouren. Wie würden Sie Corona-bedingt die Stimmung zur Messe schildern?

S. Dittrich: Wir planen nach aktuellem Stand weiterhin mit der Durchführung der GaLaBau vom 16. - 19. September 2020. Der Anmeldestand ist aktuell gut und die Vorbereitungen in vollem Gange. Die GaLaBau wird sicher in einem anderen Umfeld als gewohnt stattfinden - zur Sicherheit und Gesundheit aller Messebesucher und Aussteller. Neben den normalen Vorbereitungen kommen also derzeit viele Sonderaufgaben hinzu, denen wir uns gemeinschaftlich stellen. Einige Dinge lassen sich nur digital umsetzen, wie beispielsweise unser Presseevent im Vorfeld der Messe. Wir beobachten und analysieren zudem laufend alle Entwicklungen, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, und sind im kontinuierlichen Austausch mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege ebenso wie mit den zuständigen lokalen Behörden. Auch ein umfangreiches Maßnahmenpaket für Hygiene- und Abstandsregelungen ist derzeit in Ausarbeitung. Stets aktuelle Informationen zum Stand der Messe und unseren Vorkehrungen vor Ort teilen wir auch hier .

Welche Rückmeldungen erhalten Sie bisher von den Ausstellern? Wie ist z. b. die ausländische Resonanz?

Genauso wie man es gerade allgemein erlebt, sind auch bei unseren Ausstellern die Stimmungsbilder unterschiedlich. Ein großer Teil hält die Durchführung der GaLaBau für richtig und wichtig und hat keine Zweifel daran, in diesem Jahr wie gewohnt teilzunehmen. Dieses Vertrauen und der Rückhalt unserer langjährigen Kunden stärken uns sehr – dafür mochten wir uns ausdrücklich bedanken. Verständlicherweise gibt es aber auch andere Sichtweisen, die oft auf die wirtschaftliche Ungewissheit durch diese Krise zurückzuführen sind. Die GaLaBau profitiert davon, dass sie national stark aufgestellt ist. Aber auch mit unseren internationalen Ausstellern stehen wir selbstverständlich in engem Dialog und sind bemüht um individuelle flexible Lösungen. Partnerschaftlich zu agieren ist uns in diesen Tagen wichtiger denn je, denn nur gemeinsam bewältigen wir diese besondere Situation.

Ihre Branchenvertretung, die Auma, fordert aktuell in einem Schreiben, das Messen bei künftigen Entscheidungen von Bund und Ländern als separater Veranstaltungstyp differenziert betrachtet werden. Wie bewerten Sie diese Aussage?

Als Veranstalter einer viertägigen Fachmesse im geschäftlichen Umfeld haben wir ganz andere Möglichkeiten, Vorkehrungen in Bezug auf Hygiene und Mindestabstand zu treffen, als beispielsweise ein Oktoberfest. Deshalb ist es uns ein wichtiges Anliegen, hier nicht mit Volksfesten und anderen der Allgemeinheit zugänglichen Großveranstaltungen in einen Topf geworfen zu werden.

Andere Branchenvertreter halten eine baldige Wiederaufnahme von Messen für unwahrscheinlich. Welches Szenario für die GaLaBau wäre vor diesem Gedankengang denkbar – verschieben oder aussetzen?  

In einer turbulenten Zeit bietet die NürnbergMesse allen Ihren Kunden und Messe-Teilnehmern so viel Planungssicherheit und Transparenz wie unter diesen Umständen möglich. Wir beschäftigen uns präventiv mit verschiedenen Szenarien. Es gibt hier sicherlich mehrere denkbare Möglichkeiten, die im Bedarfsfall sorgfältig abgewogen und gemeinschaftlich im Sinne der Branche getroffen werden würden. Wir bleiben jedoch weiterhin optimistisch und planen mit einer Durchführung im September.

Was wären die Rahmenbedingungen, unter denen Sie die Messe zum geplanten Termin absagen würden?

Die Sicherheit und Gesundheit aller Messebesucher und Aussteller stehen bei uns an erster Stelle. Wenn diese nicht gewährleistet werden könnte oder neue politische und behördliche Regelungen die Situation nochmal verschärfen, würden wir natürlich im Sinne des Gemeinwohls und der Vorgaben agieren.

Blicken wir auf die Branche: Wie positioniert sich der GaLaBau grundsätzlich in der Krise?

Wir bekommen zahlreiche Rückmeldungen, dass die aktuelle Krise die GaLaBau Branche weniger hart trifft als es in vielen anderen Branchen leider der Fall ist. Das freut uns natürlich sehr. Viele Kunden berichten uns, dass Sie sich nach einem persönlichen Austausch sehnen und es für das Geschäft sehr wichtig ist. Der Bedarf in der Branche nach einer Veranstaltung wie der GaLaBau ist also weiterhin klar gegeben.

Was macht die GaLaBau gerade für Motoristen interessant?

Die GaLaBau bietet ein umfassendes Angebot an Motorgeräten für den Profibereich. Alle wichtigen Hersteller und Marken sind vertreten, einsehbar in unserer Aussteller- und Produktdatenbank.

Wie wichtig ist die Zielgruppe Motorgeräte Fachhandel umgekehrt für die GaLaBau?

Fachhändler für Motorgeräte und Landmaschinen sind wichtige Partner von Landschaftsgärtnern und Kommunen und somit sehr wichtig für die GaLaBau. Von Veranstaltung zu Veranstaltung stellen wir die erfreuliche Entwicklung fest, dass diese Zielgruppe immer weiter wächst. Zur GaLaBau 2018 war sie mit 7 Prozent die drittgrößte Besucherzielgruppe, gleichplatziert mit den Kommunen.

Welche Highlights können Sie speziell mit Blick auf Motoristen bereits jetzt empfehlen?

Ein großes Highlight im Rahmenprogramm wird das Format „Motoristen im Gespräch“, das wir nach der äußerst erfolgreichen Premiere 2018 erneut in Zusammenarbeit mit RM Handelsmedien realisieren. Für Motoristen ebenfalls sehr spannend: Unsere Outdoor-Aktionsfläche, auf der zahlreiche Maschinen direkt vor Ort getestet werden können.

19.05.2020

Motorist des Jahres 2020

Ein Highlight der Motoristen im Gespräch wird in diesem Jahr die Ehrung des Motorist des Jahres 2020 sein, die aufgrund des verschobenen Motoristen Kongress im März nicht stattfinden konnte.