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Gartenwelt Frey zeigt Flagge

Dass man in der Corona-Krise durchaus positiv zusammenwachsen kann, beweist die Gartenwelt Frey aus Dernbach. Schon lange hatten die beiden Geschäftsführer Christian Frey und Ingo Bein die Idee, ihrer Region etwas zurückzugeben. Umgesetzt haben sie dies kurz vor Weihnachten mit einer Spendenaktion.

Gartenwelt Frey Spendenaktion
Ingo Bein und Christian Frey setzen auf Maske und den Mitmacheffekt.
Foto: Dieter Klaas / Gartenwelt Frey

Sogar eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft hat das Händler-Duo dafür gegründet. Unter „FREYwillig mit Herz" bietet diese den Background für die Spendenaktion "Kohle statt Krempel". Dabei ist bereits der Name Programm. Denn als sich bei der Frey-Gartenwelt im Herbst die Frage nach weihnachtlichen Give-Aways stellte, war man sich schnell einig: Bloß nicht wieder Staubfänger, die niemand braucht! Schnell war die Idee geboren, stattdessen Masken bedrucken zu lassen, um diese einerseits zu verschenken, aber auch verkaufen zu können und den Erlös an soziale Projekte im Umfeld zu spenden. Überzeugt von der Idee ging alles ganz schnell: Frey und Bein gaben 2.000 Stück gebrandete Mund-Nasenschutz in Auftrag mit dem Ziel, diese für je 4 Euro im Laden zu verkaufen und das Geld zu spenden. Parallel dazu riefen sie die Aktion #kohlestattkrempel ins Leben und gründeten „FREYwillig mit Herz".

Auf Dauer angelegt

Denn die Spendenaktion sollte kein One-Hit-Wonder bleiben, sondern eine feste und langfristige Institution, mit der, wie die beiden erklären, soziale Projekte vor Ort unkompliziert unterstützt werden. Der regionale Bezug war und ist ihnen dabei besonders wichtig. Daher sind auch nur Projekte aus den Landkreisen Neuwied, Westerwald, Altenkirchen und Mayen-Koblenz bezugsberechtigt. Weil das Fundraising, das für ein solches Modell unerlässlich ist, bei den Motorgerätespezialisten jedoch nicht unbedingt zum Tagesgeschäft gehört, wurde dann eben auch die gemeinnützige UG gegründet. Mit Blick auf das Marketing lag es für die beiden onlineaffinen Unternehmer ebenso nahe, das Ganze mit einem Hashtag zu verbinden, um die Aktion auf Social Media bekannt zu machen.

Soziales Engagement

„Wir haben überlegt, wie wir die Leute motivieren können, mitzumachen und das Vorhaben zu unterstützen. Nach dem Motto `Wenn schon, dann aber auch richtig`“, erklären sie. Daher riefen Sie ihre Fans dazu auf, Fotos mit den Gartenwelt Frey-Masken zu machen und auf Instagram, Facebook oder Twitter zu teilen. Für jedes geteilte Foto packte man einen Spendeneuro drauf. Ein Video wurde gedreht und auch ein Flyer aufgelegt. Auch eine eigene Homepage musste her, um etwa das Video einzubetten. Interessierte werden seitdem auf www.freywilligmitherz.de und www.kohlestattkrempel.de fündig. Denn die Information zum Projekt und auch das Spenden soll so leicht wie möglich gemacht werden. Und auch etwaige Sponsoren will man mit der Option locken, sich mit ihren Logos und Videos einzubinden. „Hinter einer guten Tat muss man sich ja nicht verstecken!“, so die Initiatoren. Auch soll das eigene Video Leute, die ein soziales Projekt in der Pipeline haben, jedoch knapp bei Kasse sind, motivieren, sich mit einem Video als Spendenempfänger zu bewerben: „Egal ob Nachbarschaftshilfe, Sportvereine, Tafel, Freiwillige Feuerwehr oder Kita - wir sind selbst ehrenamtlich engagiert und wissen, wie oft gute Ideen, sinnvolle Anschaffungen und notwendige Instandsetzungen daran scheitern, dass kein Geld da ist. Das soll sich ändern. Manchmal kann man mit kleinen Dingen Großes erreichen.“

08.01.2021