Max Groß im Laden zwischen zwei Rasenmähern. (Quelle: privat)
Max Groß (Quelle: privat)

Handel & Hersteller

21. December 2021 | Teilen auf:

Generation Yes: Max Groß

Vor einigen Ausgaben haben wir die Serie "Generation Yes" gestartet. Vorstellen wollen wir darin engagierte Youngster, die das Motoristen-Business für sich entdeckt haben und den Willen zeigen, den Markt zu gestalten. Diesmal im Fokus: Max Groß.

Max Groß, 22 #Mechatroniker für Land- und Baumaschinen #Techniker aus Leidenschaft #Unternehmer #Gründer von MaGroGa Gartengeräte Handel

Wie viele Stunden passen in einen Tag und wie viel Arbeit in eine Stunde? Die Frage stellt man sich unweigerlich nach einem Gespräch mit Max Groß. Eigentlich ist der gelernte Land- und Baumaschinenmechatroniker nämlich in der Kabelmontage bei einem Energiedienstleister beschäftigt. Das hält ihn jedoch nicht davon ab, parallel sein eigenes Business hochzuziehen, einen Gartengeräte Handel mit Reparaturservice in Spangdahlem in der Eifel.

Herr Groß, bisher haben wir hier über junge Menschen berichtet, die sich im Betrieb ihrer Familien engagieren. Bei Ihnen liegt der Fall etwas anders. Ihr Betrieb ist gerade erst im Aufbau?

Das ist richtig. Vor etwa anderthalb Jahren habe ich hier in Spangdahlem mein eigenes Unternehmen gegründet.

Woher kommt Ihre Leidenschaft für den Motoristen-Beruf?

Ich bin in einer ländlichen Region nahe dem Nürburgring aufgewachsen und war eigentlich schon immer technisch interessiert. Mit 16 habe ich bei Leo Thiesgen Agrar und Fördertechnik in Steiningen eine Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker gemacht und war danach noch einige Zeit bei der Firma Gafotec Garten und Forsttechnik in Bickendorf beschäftigt. Dort habe ich jedoch schweren Herzens aufgehört, weil ich für mich eine andere Perspektive wollte. Momentan bin ich als Monteur bei Spie angestellt. Die Motoristik macht mir aber nach wie vor so viel Spaß, dass ich nebenher angefangen habe, gebrauchte AS-Motor Maschinen aufzuarbeiten. Erst in dem alten Kuhstall meiner Oma, seit 2021 habe ich dort, wo ich wohne, ein kleines Ladengeschäft mit Werkstatt, weil ich es auch reizvoll fand, Neuware zu verkaufen. Aktuell handele ich mit RMV, Bindenberger, Snapper und Widl und bin seit gut einem Jahr Vertragshändler von Echo. Auch die Mähroboter haben es mir ganz schön angetan.

Sie haben also Ihr Hobby zum Beruf gemacht. Wie schaffen Sie das neben Ihrem Job?

Also Langeweile gibt es bei mir nicht. Nach Feierabend und am Wochenende bin ich in der Werkstatt oder zur Auftragsbesprechung oder Installation bei Kunden.

War es schwer, als Newcomer Fuß zu fassen?

Natürlich gibt es hier etablierte Händler mit Stammkunden. Anfangs kam der Kontakt über Reparaturen zustande. Mittlerweile kommen die Kunden auch für den Neukauf.

Worin definieren Sie für sich Ihre Chance und Herausforderung am Markt?

Die Preis-Leistung muss stimmen, beim Service ebenso wie im Verkauf. Und die Beratung. Der Kunde muss von seinem Kauf überzeugt sein, damit er seine Ausgabe nicht ein paar Tage später bereut. Das ist mein Anspruch: Mit gutem Gewissen verkaufen. Auch die Roboterinstallation ist eine Chance, weil sie nicht jedem Händler in meinem Umfeld liegt. In den Chancen liegen gleichzeitig die Herausforderungen.

Welche Ziele haben Sie sich für die nahe Zukunft gesetzt?

Aktuell möchte ich erst einmal solide wachsen und den Markt beobachten, auch hinsichtlich der Entwicklung im Akkubereich. Die Frage ist, inwieweit sich da Reparaturen künftig überhaupt lohnen. Immerhin haben hier auf dem Land Benziner noch immer einen hohen Stellenwert. Weitermachen werde ich also in jedem Fall und genau das ist auch meine Motivation.

zuletzt editiert am 05.01.2022