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Handel will Plastikmüll reduzieren

Die Reduzierung von Kunststoffen bei Verpackungen ist laut Verband HDE ein zentrales umweltpolitisches Ziel deutscher Handelsunternehmen. Einen runden Tisch hierzu soll es Ende Februar im Bundesumweltministerium geben.

Plastikmüll
Foto: RitaE auf pixabay

Verpackungsmüll ist insbesondere seit dem neuen Verpackungsgesetz im Handel ein Reizthema und gesamtgesellschaftlich ein Problemfeld.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will Ende Februar mit Handelsvertretern über die Vermeidung von Plastikmüll sprechen. „Ich würde mich über Ideen und Konzepte von Ihnen freuen, an welchen Stellen überflüssige Verpackungen bei der Herstellung und im Handel eingespart werden können“, verlautet dazu aus dem Ministerium. Neben Handelsunternehmen sind Umwelt- und Verbraucherverbände eingeladen.

Mit Blick auf die Einladung erklärt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth: „Der Ressourcen- und Klimaschutz ist seit Jahren ein wichtiges Thema für die Branche.“ Innerhalb von zwei Jahren habe der Verbrauch von Kunststofftragetaschen um mehr als die Hälfte gesenkt werden können. In der Produktion von Eigenmarken spiele der Einsatz von Kunststoffrezyklaten eine immer größere Rolle. Das Gewicht von Verpackungen sei deutlich reduziert worden, womit jährlich tausende Tonnen Kunststoff eingespart würden.

Der Handel setze auf die stetige Verbesserung beim Recycling. Genth: „Wir haben deutschlandweit ein flächendeckendes Rücknahmesystem für Einweg- und Mehrweggetränkeverpackungen aufgebaut und in den vergangenen Jahren erheblich in den Aufbau und Erhalt der dualen Systeme investiert.“

10.02.2019