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HDE fordert Aufstockung der Hilfsgelder

Einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge reichen für die große Mehrheit vom Lockdown betroffener Händler die derzeitigen Hilfsmaßnahmen nicht aus. 2021 könnte daher „für viele in der Insolvenz enden“.

Ladenschließung
Händler fürchten, dass die aktuellen Hilfsmaßnahmen im Lockdown nicht ausreichen.
Foto: Benedikt Geyr/pixabay

Die Umfrage unter 1.500 Händlern zeigt laut HDE, dass rund 80 Prozent der Händler davon ausgehen, dass die derzeitigen Hilfsmaßnahmen nicht zur Existenzsicherung reichen. Knapp 60 Prozent der Unternehmen in den Innenstädten stünden ohne weitere staatliche Hilfen vor dem Aus. Der Spitzenverband fordert deshalb „weiterhin dringend eine Anpassung der Überbrückungshilfen durch den Bundesfinanzminister“.

Hauptgeschäftsführer Stefan Genth: „Wenn Minister Scholz die in Aussicht gestellten Überbrückungshilfen jetzt schnell überarbeitet und die Beantragungskriterien besser an die Lage des Einzelhandels anpasst, dann gibt es noch eine Chance, das Schlimmste zu verhindern. Ansonsten droht 2021 für viele Handelsunternehmen und in der Folge auch für ganze Innenstädte zu einem Katastrophenjahr zu werden.“

Die aktuelle Umfrage zeige, dass die Hilfen nicht ankommen. Dementsprechend pessimistisch blickten viele der befragten Unternehmen auf das gerade begonnene Jahr: 23 Prozent rechnen damit, dass sie ohne weitere staatliche Unterstützung im ersten Halbjahr aufgeben müssen, für das zweite Halbjahr liegt dieser Wert bei weiteren 28 Prozent.

14.01.2021