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Hitze bedroht Motoristengeschäft

Die aktuelle Trockenheit in Europa nimmt nicht nur die Landwirtschaft arg mit. In Skandinavien wüten gar Waldbrände. Für den Motorgeräte-Fachhandel stellt der lang anhaltende Hochsommer ohne Regen eine handfeste Bedrohung des Geschäftserfolges dar.

Blume in Wüste
Das Grüne Business leidet unter der aktuellen Dürre.
Foto: klimkin/pixabay

Das heiße, regenarme Wetter macht Landwirten zu schaffen und hat Ernteausfälle zur Folge. Es sei ein „existenzbedrohendes Ausmaß“ erreicht, so Joachim Rukwied vom Bauernverband. Privatleute sind nur insofern betroffen, als dass das heimische Gartenparadies zu leiden hat. Das kann für das Geschäft in manchen Segmenten sogar beflügelnd sein, insbesondere bei allem, was mit Bewässerung und Rasenschonung zu tun hat. Auch Rasendünger und Rollrasen geht bei einige gut, wie die Redaktion von Lesern hört.

Jetzt können Händler ihren Beratungsvorteil ausspielen. „Mäht den Rasen bei großer Hitze auf keinen Fall zu kurz. Denn dann verbrennt er, der Boden trocknet aus und es hilft auch kein Wasser mehr […]. Eine Alternative bei warmem Wetter ist übrigens, den Rasen zu mulchen.“ Ein Motorist macht auf seiner Facebook-Fanpage die aktuelle Lage zur Tugend und nutzt die Hitze für das Aufzeigen von Alternativen. Fakt ist aber, dass nicht nur im privaten, sondern vor allem im besonders wichtigen gewerblichen und kommunalen Geschäft dauerhafte Trockenheit zu Umsatzeinbußen im Handel führt. Das betrifft das Neugeräte- wie auch das Reparaturgeschäft. Ein Händler aus Brandenburg führt gegenüber MOTORIST aus:

„Unsere Ecke bis zur Elbe hat besonders wenig abbekommen. Im Oderland und in den nördlichen Teilen sieht es ein wenig besser aus. Wenn ich keine anderen Standbeine hätte, würde ich jetzt am Hungetuch nagen.“ Und das ist demnach keine Übertreibung: „Seit Juni betragen die Umsätze ca. 50% vom Durchschnittsmonat und es ist kein Ende abzusehen. Das geht der gesamten grünen Branche so. Die Baumärkte und Gartencenter haben wenig Kundschaft und kaum ein Landschaftsgärtner muss Rasen mähen. Dementsprechend geht auch nichts kaputt. Ich mache jetzt die Arbeiten, die normalerweise für den Winter geplant waren (Ersatzteilgewinnung aus Altgeräten, Aufräumen, Renovieren, Entmüllen, Ersatzteilanalyse usw.)“

Wie nehmen Sie die aktuelle Trockenperiode im Geschäftsalltag wahr und welche Maßnahmen ergreifen Sie, um Umsatzrückgänge auszugleichen? Senden Sie Ihr Feedback direkt an die Redaktion oder diskutieren Sie mit auf unserer Facebook-Seite ‘MOTORIST‘.

20.07.2018