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Hoher Schaden durch Coronavirus bei Messebauern

Die Messebaubranche wird durch den Ausbruch des Coronavirus im hohen Ausmaß getroffen. Das zeigt ein Schadensreport des Fachverband Messe- und Ausstellungsbau, der zusammen mit dem R.I.F.E.L.-Institut erstellt wurde.

Coronavirus
Der Coronavirus breitet sich aus.
Foto: Pixabay

Demnach sei allein im Betrachtungszeitraum der Kalenderwochen 9 und 10 (Ende Februar/Anfang März) der deutschen Messbaubranche ein Schaden in Höhe von über 426 Millionen Euro entstanden. Der bisher entstandene volkswirtschaftliche Gesamtschaden beläuft sich laut der Untersuchung auf über 1,06 Milliarden Euro und von weiteren Schäden in erheblichem Umfang sei auszugehen. Sollte sich die Situation rund um die Messen in Deutschland nicht kurzfristig und nachhaltig verbessern, sei von einem Vielfachen des derzeit vorliegenden Schadens auszugehen.

„Was da gerade über uns hereinbricht, würden Meteorologen als den perfekten Sturm bezeichnen“, erklärt Jörn Huber, Vorsitzender des Famab. „Die Unternehmen unserer Branche sind dieser Situation ohne Handlungsoptionen regelrecht ausgeliefert und benötigen dringend Hilfe“. Der Verband beobachte die Angelegenheit mit großer Sorge. „Die Folgen für den gesamten Messestandort Deutschland – dem langjährigen Weltmarktführer – werden drastisch sein, wenn nicht sehr bald wieder vernunftgeprägtes Handeln einkehrt“.

„Hier ist nun schnelles und konsequentes Handeln der Politik erforderlich. Wir benötigen schnellsten ein Paket an geeigneten Maßnahmen. Eine ganze Branche mit 5.000 Unternehmen und 150.000 Mitarbeitern steht regelrecht auf dem Spiel“, erklärt Huber.

19.03.2020