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Investor steigt bei Kettler ein

Die auf mittelständische Unternehmen spezialisierte Beteiligungsgesellschaft Lafayette Mittelstand Capital übernimmt die Vermögenswerte des Freizeitherstellers.

Schild mit Aufschrift 'Insolvenz'
Die Insolvenz ist noch nicht das Ende für Kettler. Mit dem neuen Kapitalgeber geht die Reise des Gartenmöbel-Lieferanten weiter.
Foto: geralt auf pixabay

Unser Schwestermedium markt in Grün berichtete aktuell. Ein Kaufvertrag wurde vor wenigen Tagen unterzeichnet. Er steht allerdings noch unter Gremienvorbehalt und weiteren vereinbarten Bedingungen, die in diesem Jahr erfüllt werden müssen, damit der Abschluss endgültig rechtswirksam werden kann. Demnach hat Lafayette Mittelstand Capital in einem Asset Deal die Vermögenswerte sowie Marken- und Lizenzrechte des Freizeitartikelherstellers mit den Sparten Gartenmöbel, Sport- und Fitnessgeräte übernommen.

„Gerade in Umbruchsituationen beteiligen wir uns seit zehn Jahren an mittelständischen Unternehmen mit besonderem Wachstumspotenzial“, erläutert ein Sprecher der Lafayette Mittelstand Capital. „Kettler, immer wieder Trendsetter und 2007 zur 'Marke des Jahrhunderts‘ gekürt, passt gut zu unserer Beteiligungsphilosophie. Dieser entsprechend wollen wir gemeinsam mit dem Management, angeführt von Olaf Bierhoff, mit einem Turnaround die Kurve von der Traditions- zur Trendmarke kriegen.“

Bierhoff, schon jetzt an Bord und designitierter Geschäftsführer der neuen Kettler Gruppe, zeigt sich zuversichtlich: „Dank der tatkräftigen Mitwirkung aller Beteiligten konnten wir nach einem zu Beginn recht schwierigen Prozess nun eine Lösung erarbeiten, welche dem Unternehmen erlauben sollte, sich nach langer Zeit erstmals wieder auf Wachstum und die Dienstleistung für Kettler begeisterte Kunden und Händler zu fokussieren.“

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Rund 500 Arbeitsplätze in den Werken in Soennern , Ense-Parsit und Werl des 1949 im sauerländischen Ense-Parsit gegründeten Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 100 Millionen Euro gehen auf die neue Kettler Gruppe über. Gut 170 der derzeit noch 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen in den kommenden Wochen in eine Transfergesellschaft wechseln, in der sie weiter beschäftigt und qualifiziert werden.

11.12.2018

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