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Ist eine eigene Webseite nötig?

Neben der eigenen Webseite pflegt man YouTube, Instagram, Facebook und Co. Es wird über Messanger und E-Mail kommuniziert und Tumbler genutzt um darüber zu bloggen. Muss das alles sein?

Werden Sie wieder sichtbar. Nur auf Social Media zu vertrauen ist nur ein Weg zum Erfolg. Mit der eigenen Webseite landen die Kunden direkt bei Ihnen
Werden Sie wieder sichtbar. Nur auf Social Media zu vertrauen ist nur ein Weg zum Erfolg. Mit der eigenen Webseite landen die Kunden direkt bei Ihnen
Foto: ©blackzheep - stock.adobe.com

Auf jeder Social Media Plattform zu sein und einen eigenen Webseite zu betreiben, ist heutzutage nicht mehr gang und geben. Einige Unternehmen und noch viel häufiger politische und andere gesellschaftliche Kampagnen bedienen sich nur noch wenigen Social Media Plattformen und das mit Erfolg.

Speziell bei bewusst kurzlebigen Kampagnenmarketing stellt sich immer häufiger die Frage: „Wofür noch eine eigene Landingpage aufsetzen, wenn Facebook & Co. durchaus sinnvolle Gestaltungsmöglichkeiten, die besonders einfache Nutzerinteraktion, Kommunikationsmöglichkeiten und obendrein Statistiken mitliefern?“

Gerade die Nutzerdaten werden bei Facebook obendrein noch mit hochwertigen soziodemografischen Informationen angereichert. Dies kann kaum eine andere Webanalysesoftware – selbst wenn sie denn wollte.

Zusätzlich kann auf derselben Plattform personalisierte Werbung eingekauft und sehr schnell geschaltet werden: ganz ohne aufwendige Werbemittelerstellung oder gar Mediaplanung.

Die perfekte Kommunikationswelt?

Natürlich nicht. Mitnichten sogar. So einfach und praktisch das alles klingt und tatsächlich auch ist, so dramatisch ist bereits die offensichtlichste Einschränkung: Selbst wenn man brav überall zahlender Kunde ist und nicht nur Nutznießer „kostenlos“ angebotener Dienstleistungen, hat man tatsächlich überhaupt keine Kontrolle über die jeweilige Plattform.

Man begibt sich sogar in das exakte Gegenteil, nämlich die vollständige Abhängigkeit selbst der kostenpflichtig angebotenen Möglichkeiten und vor allem ihrer regelmäßig schwer abzusehenden Preisentwicklung. Oder kurz: Je mehr man in die Plattform investiert, desto abhängiger wird man von ihr.

Facebook hat es in den vergangenen Jahren erreicht, die organisch generierte Aufmerksamkeit der kommerziellen Plattformnutzer sukzessive zu reduzieren, die Werbekosten kontinuierlich anzuziehen und trotzdem seinen Marktanteil weiter auszubauen. Schlicht und ergreifend weil momentan niemand um Facebook herumkommt.

Sicherlich ist Facebook und keiner seiner Dienste (vor allem Instagram, Messenger, Whatsapp) ein Monopol. Und das gilt genauso für Google (vor allem Suche, YouTube, Docs) und noch viel mehr für LinkedIn oder Twitter.

Dennoch fokussiert die Aufmerksamkeit der meisten Onliner immer nur auf wenigen Plattformen gleichzeitig und macht diese – zumindest im jeweiligen Moment ihrer größten Nutzungsintensität – sehr mächtig.

Die Digitalisierung ist wichtig für den Fachhändler. Zwar kann man nicht alles bedienen, sollte aber dennoch beachten das eine Online-Präsenz wichtig ist. Neben dieser Thematik, bietet das Fachmagazin MOTORIST auch Informationen zu Produkten und Herstellern. Testen Sie also unser Heft und überzeugen Sie sich selbst.

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Also doch eine Webseite

Fakt ist, dass die Zeit rein organischer Reichweite im Internet schon länger zumindest stark angezählt ist. Ob Platzierungen in Googles Suchergebnissen, im Facebook Newsfeed oder in welchem Netzwerk oder auf welcher Plattform auch immer: Es wird fortlaufend schwieriger zu verhindern, am Ende des Monats eine Rechnung zu bekommen.

Gegen diese Rechnungen spricht letztlich auch nichts, soweit die Leistung in einem angemessenen Verhältnis zu den Resultaten steht. – Und soweit es keine reine Bequemlichkeit ist, während wertvolle organische Möglichkeiten übersehen werden: die eigene Website zum Beispiel! Oder auch „kleinere“ Netzwerke – letztlich so gut wie alles neben den beiden Platzhirschen Google (AdWords) und Facebook.

Die Effektivität sozialer Netzwerke und Medien hat viele Unternehmen in den letzten Jahren dazu verführt, ihre Websites mehr oder weniger zu vernachlässigen. Budgets wurden umgesteuert – und der Schock war umso größer, als die organische Reichweite schneller zusammenbrach, als sie selbst mit Werbeschaltungen kompensiert werden konnte, die obendrein immer teurer wurden.

Wie aber kann die eigene Website vor allem die soziale Interaktion und Kommunikation kompensieren? Woher soll der Netzwerkeffekt kommen? Genau diese Elemente waren und sind schließlich immer noch die primären Gründe, sich stärker von der eigenen Website zu entfernen und Plattformen zu nutzen.

Geben Sie ihre Webseite eine Chance

Alle Mechanismen, die speziell Facebook stark gemacht haben, wurden um die Jahrtausendwende entwickelt, waren extrem erfolgreich – und fanden (und finden!) weitestgehend unabhängig von zentralen Netzwerken auf hundertausenden Websites statt.

Das Social Web – zur Erinnerung auch der Begriff „Web 2.0“ – startete Ende der 1990er und ging innerhalb der ersten Jahre des 21. Jahrhunderts strukturell – sowohl technisch als auch sozial – aufmerksamkeitsseitig in die großen sozialen Netzwerkdienste über.

Das damals Neue und besonders Bequeme der Netzwerke war die Zusammenfassung der elementaren Aspekte, insbesondere 1. die einfache Aggregation verschiedener Nachrichtenquellen (etwa in Facebooks Newsstream) und die Möglichkeiten, 2. schnell veröffentlichen und 3. als Leser oder Kunde kommentieren zu können.

Weblogs und davor Foren und Newsgroups hatten diese Funktionen zwar schon seit Jahrzehnten bereitgestellt, aber die neue Social-Media-Welt war (und ist!) durch ein einziges Login und die Kombination aller Kernfunktionen bequemer. – Und um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Foren mit ihren Funktionen werden auch nicht verschwinden und sollten weiterhin genutzt werden!

Trotzdem sollte man sich wieder verstärkt Gedanken darüber machen, wie man die eigene Website prägnanter ins Rampenlicht rückt, denn das ist bei den meisten Motoristen zu selten der Fall. – Drei letztlich einfache Maßnahmen sorgen für Attraktivität und Unabhängigkeit von den großen Plattformen:

1. Fangen Sie an zu bloggen!

Publizieren Sie sämtliche Inhalte, die Sie heute auf YouTube, Instagram, Facebook, Twitter & Co. veröffentlichen, immer und zuallererst auf Ihrer eigenen Website. – Teilen Sie erst danach Links und auch einige der einzelnen Medien (Textpassagen, Fotos, Videos) auf anderen Plattformen. – WordPress ist die Open-Source-Standardsoftware für Weblogs und liefert gleich eine sehr gute mobile App mit, um von unterwegs genauso komfortabel zu posten, wie Sie es von den großen Netzwerkdiensten gewöhnt sind.

2. Aktivieren Sie die Kommentarfunktion!

Lassen Sie Ihre Nutzer direkt ihre Blogposts liken und kommentieren – genauso wie auf Facebook & Co. Antworten Sie schnell und kompetent auf Fragen, und ergänzen Sie freundlich und bestimmt sonstige Anmerkungen – genauso wie auf Facebook & Co. – Zugegeben: selbst mit gutem Spamschutz müssen Sie ein offenes Auge für alle neuen Kommentare haben, damit andere Sie nicht als Werbeplattform missbrauchen. Aber auch dabei hilft die WordPress-App, die das sofortige Antworten, Bearbeiten und im Zweifel: Löschen ungewollter Kommentare bequem von unterwegs erlaubt.

3. Bauen Sie coole Landingpages!

Ihre Webseite ist wie ein Sandkasten. Bauen Sie ihre Ideen. Wenn sich etwas ändern soll, geht das im Handumdrehen.
Ihre Webseite ist wie ein Sandkasten. Bauen Sie ihre Ideen. Wenn sich etwas ändern soll, geht das im Handumdrehen.
Foto: Fotosasch – stock.adobe.com

Ihr Unternehmen als Marke, Ihre primären Dienstleistungen und Ihre primären Produktgruppen wollen wirklich cool präsentiert werden: in Text, Bild, Video, 3D – einfach allem, was Sie medial aufbieten können. – Schaffen Sie – und zwar: immer wieder neue – gute Gründe, warum Nutzer sich mit Bestandteilen Ihrer Website beschäftigen sollten, und bauen Sie Ziele, die sie selbst regelmäßig verlinken wollen, vor allem natürlich in den entsprechenden Blogposts, die sowieso fortlaufend für Aktualisierung sorgen. – Auch in diesem Bereich ist WordPress mit sehr komfortablen Themes eine hervorragende softwareseitige Unterstützung.

Das klingt aufwendig? Zugegeben: Wie immer im Leben gehört Anstrengung mit dazu. Aber ganz ehrlich: Sie und Ihre Mitarbeiter investieren heute schon eine Menge Zeit, um in sozialen Medien und Netzwerkdiensten gut aufgestellt und dargestellt zu sein. Und darum werden Sie auch morgen nicht herumkommen! (Gerrit Eicker)

Die Digitalisierung ist wichtig für den Fachhändler. Zwar kann man nicht alles bedienen, sollte aber dennoch beachten das eine Online-Präsenz wichtig ist. Neben dieser Thematik, bietet das Fachmagazin MOTORIST auch Informationen zu Produkten und Herstellern. Testen Sie also unser Heft und überzeugen Sie sich selbst.

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22.08.2018