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Mit Kalkül zum Erfolg

In diesem Jahr beging Kubota sein 130. Jubiläum. Die große Geburtstagsfeier fiel wegen der Corona-Pandemie zwar aus. Motorist hat es sich dennoch nicht nehmen lassen, in Rodgau vorbeizuschauen.

Robert von Keudell, Director Sales & Marketing und Prokurist Agriculture (re.), Michael Klug, Product Manager Compact Tractors & Groundcare Equipment (Mitte), und Agriculture Marketing Manager Fabiano Hensen (li.) vor einem Teil der Rodgauer Tagesproduktion.
Ziel erreicht: Robert von Keudell, Director Sales & Marketing und Prokurist Agriculture (re.), Michael Klug, Product Manager Compact Tractors & Groundcare Equipment (Mitte), und Agriculture Marketing Manager Fabiano Hensen (li.) vor einem Teil der Rodgauer Tagesproduktion.
Foto: Onusseit

Wer mit Kubota Geschäft macht, der weiß: Kurzlebige Innovationen im Jahrestakt sind hier nicht zu erwarten. Was nicht heißen soll, dass das japanische Unternehmen Neuheiten scheut. Im Gegenteil: Mehr als einmal in der mittlerweile 130-jährigen Firmengeschichte erwies man sich als äußerst ideenreich. Etwa als Firmengründer Gonshiro Kubota in den 1920er-Jahren die ersten kerosinbetriebenen Motoren auf den japanischen Markt brachte und damit die Landwirtschaft in seinem Heimatland revolutionierte.

Auch der Einstieg ins Baumaschinengeschäft 1950 war eine Pionierleistung, die Kubota schnell die Rolle als Japans größtem Mobilkran-Produzenten eintrug. 1960 folgte der erste Traktor, 1968 die erste Reispflanzmaschine. 1970 präsentierte man auf der Weltausstellung den „Dream-Traktor“, eine Konzeptstudie, deren moderne Details zum Teil in die damals ebenfalls neuen Kompakttraktoren von Kubota einflossen. Und auch der erste Minibagger der Japaner war ein Novum.

Noch heute führt Kubota in diesem Segment bis 8 Tonnen den Weltmarkt an, ebenso wie bei Offroad-Motoren unter 100 PS. Über mangelnden Ideenreichtum lässt sich also nicht klagen. Was Kubota mitunter so konservativ wirken lässt, ist vielmehr die moderate Art und Weise, wie Neues vorangetrieben wird.

„Wer Kubota verstehen will, muss die japanische Kultur verstehen“, hilft Robert von Keudell, Director Sales & Marketing und Prokurist der Kubota (Deutschland) GmbH in Rodgau, bei der Erklärung: „Die Japaner lieben das Planen“, sagt er. Strategien würden daher bei Kubota langsam entwickelt, und das so unaufgeregt, dass es europäische Manager-Gemüter mitunter nervös machen könnte. Die Vision sei dabei das eine, konkrete Pläne das andere. Erst wenn die Planung steht und im Detail abgestimmt ist, würden Vorhaben umgesetzt, dann aber rasant und mit Nachdruck.

Diese Maxime hat sich bis heute bewährt und die aktuellen Zahlen bestätigen dies. Die Kubota Corporation mit Sitz in Osaka hat einen Jahresumsatz von rund 17 Milliarden US Dollar und beschäftigt weltweit gut 41.000 Menschen in fünf regionalen Holdings, denen insgesamt 187 Unternehmen angeschlossen sind. Dazu ist der Konzern in fünf Geschäftsfeldern aktiv, nämlich Traktoren, Baumaschinen, Rohrleitungen, Motoren sowie Ersatzteile und After-Sales-Service. Und man hat ehrgeizige Ziele: In den nächsten zehn Jahren soll der Umsatz fast verdoppelt sein.

Wie sie das erreichen wollen, erfahren Sie im kompletten Artikel der Ausgabe 06.2020 des Fachmagazins „Motorist“. Hier geht es zum E-Paper.

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17.02.2021