zurück

Lieferengpässe noch nicht überwunden

Hohe Nachfrage und coronabedingte Verzögerungen und Ausfälle sorgen in der Branche für Lieferengpässe.

Zum Mitnehmen: Akkugeräte für Städter
Umschlagsstark aber nicht immer verfügbar: Auch bei Stihl-Akkugeräten machen sich zwischenzeitlich Lieferengpässe. bemerkbar.
Foto: Onusseit

Noch ist die Corona-Krise nicht überwunden. Dies zeigt sich aktuell auch an Lieferengpässen seitens der Industrie, die viele Motorgeräte-Fachhändler in diesen Tagen bemängeln. Demnach fehlt es oft nicht nur an zeitgerechter Auslieferung von Neuware. Auch Ersatzteile sind zum Teil schwer zu bekommen. Das ist ärgerlich, zumal die Saison gerade brummt. Neben anderen muss auch Stihl Verzögerungen einräumen, insbesondere bei Akku- und Elektrogeräten, Rasenmähern und Aufsitzmähern. Zurück gehen diese laut Heribert Benteler, Geschäftsführer der Stihl-Vertriebszentrale in Dieburg, zum einen auf eine hohe Nachfrage. Doch auch Produktionsausfälle bei Vorlieferanten während der letzten Wochen sowie Engpässe bei Logistikpartnern sorgen wie auch andernorts für Rückstände. Das erklärt den Umstand, hilft Händlern, die ungeduldige Kunden vertrösten müssen, jedoch wenig. Zumal zum Beispiel Stihl signalisiert, dass die "kritische Liefersituation noch über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt."

Stihl beendet Cash-Back-Aktion

Um die Händler im Tagesgeschäft zu entlasten, wird Stihl die Cash-Back-Aktion zum 30.Juni auslaufen lassen. Wie es heißt aus Gründen der Komplexitätsreduzierung. Denn aufgrund der von der Bundesregierung beschlossenen Mehrwertsteuersenkung ändert man die Unverbindiche Preisempfehlung. Rechnungen mit Rechnungsdatum bis 30.Juni 2020 und einem Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent können von den Endkunden für den kommunizierten Cashback von 60 Euro noch bis zum 17. Juli 2020 eingereicht werden.

Auch Husqvarna räumt Lieferengpässe ein

Auch Husqvarna räumt zeitweilige Lieferverzögerungen ein. Demnach hätten die im Zuge der Covid-19-Pandemie getroffenen wichtigen und notwendigen Social-Distancing-Maßnahmen im britischen Mähroboter-Werk von Husqvarna in Newton Aycliffe vorübergehend Kapazitätseinbußen zur Folge gehabt. Mittlerweile habe man diese durch verschiedene Maßnahmen, u. A. eine Verlagerung in andere europäische Werke, zwar ausgleichen können. Um etwaigen Engpässen bei einzelnen Modellen aufgrund der aktuell gesteigerter Nachfrage bei Mährobotern entgegenzuwirken, hat Husqvarna zudem verschiedene unterstützende Maßnahmen für die Händler gestartet. 

Verlängerte Garantie

Für den deutschen Fachhandel wurden verschiedene Aktionen ins Leben gerufen. So sollen Zugaben und ein Cash-Back beim Kauf bestimmter Automower Modelle dem Handel attraktive Angebote an die Kunden ermöglichen. Aktuell bietet man beim Kauf eines Modells der 300er Automower Serie zudem eine Gratis-Garantieverlängerung auf Kosten von Husqvarna an.

 

08.07.2020