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Messe Eima 2018 – Start mit Ansage

Seit Mittwoch, dem 7. November, läuft die Eima International im italienischen Bologna. Die 43. Ausgabe einer der Leitmessen für Landwirtschaft weist einige Rekordzahlen auf. Auch die Eima Green, das Segment für Motorgeräte, wächst. Da kann Messeveranstalter Federunacoma schon mal mit breiter Brust auftreten. Das wurde unter anderem bei der recht eindeutigen Kritik an der italienischen Regierung deutlich.

Alessandro Malavolti, CEO der AMA Gruppe und Präsident der Eima, sowie Verbands-Geschäftsführer Massimo Goldoni leiteten die PK
Alessandro Malavolti (li.), CEO der AMA Gruppe und Präsident der Eima, sowie Verbands-Geschäftsführer Massimo Goldoni (re.) leiteten die PK. Malavolti fand ziemlich deutliche Worte in Richtung der italienischen Regierung.
Foto: M. Brandt

Die Eima selbst startete erst am Mittwoch, doch bereits einen Tag zuvor lud der Veranstalter, der italienische Verband der Landmaschinenhersteller Federunacoma in den Palazzo Congressi auf das Messegelände zur Vortages-Pressekonferenz. Dort war natürlich die italienische Fachpresse vertreten, aber auch für die internationalen und des Italienischen nicht mächtigen Besucher war für Übersetzung ins Englische gesorgt.

Alessandro Malavolti, CEO der AMA Gruppe und Präsident der Eima, sowie Verbands-Geschäftsführer Massimo Goldoni leiteten die PK. Malavolti hielt nach einigen grundsätzlichen Ausführungen nicht mit deutlichen Worten zurück. Er forderte unter anderem, dass in Italien verschärfte Maßnahmen getroffen würden, um ältere Modelle von landwirtschaftlichen Maschinen regelmäßiger auf Sicherheitsmängel zu überprüfen, um das Verletzungsrisiko der Anwender zu minimieren.

Dazu habe man auch Eingaben bei der Regierung vorgenommen, aber es sei kein Austausch möglich. Insbesondere der Landwirtschaftsminister (Gian Marco Centinaio, Politiker der Lega Nord) wurde stark kritisiert, auch für sein Fernbleiben auf der Messe. Malavolti: „Die Eima ist die zweitgrößte Messe Italiens und der italienische Minister für Landwirtschaft ist lieber in China, als sich hier den italienischen Landwirten zu präsentieren.“ Zurückhaltung sieht anders aus.

Antonio De Filippo
Antonio De Filippo scheidet bei Emak aus.
Foto: Emak

Was lässt sich sonst über die Eima sagen? Der umfangreiche Messe-Nachbericht erfolgt im Heft 1 des neuen Jahres, dort dann auch mit einem kleinen Streifzug durch die relevanten Sortimente und Marken. Aber eine Messe ist natürlich immer ein guter Umschlagplatz von Informationen. Ein bisschen vermisst hat die Redaktion am Stand von Emak etwa den deutschen Geschäftsführer  Antonio De Filippo. Kein Wunder, sitzt dieser doch bereits auf gepackten Koffern. Ende des Jahres kommt ein neuer. Wie man hört „jemand von einem großen deutschen Unternehmen“. In trockenen Tüchern ist die Sache aber noch nicht. Mehr dazu nach Vollzug. Der Ex-Al-Ko-Mann De Filippo stieß im April 2016 zu den Italienern dazu und löste Michael Kaup ab. Bei Emak ist was im Gange, nicht nur was die Einführung von Akku-Geräten im kommenden Jahr angeht, sondern auch personell. Sicherlich ein Ansatz, das nicht ganz nach Wunsch laufende Geschäft in Deutschland zu befördern. Im Sales-Bereich dürfte jedenfalls Dampf auf dem Kessel sein.

Noch mal grundsätzlich zur Eima: 1950 Firmen stellen in diesem Jahr aus, davon 600 ausländische Lieferanten aus insgesamt 49 Ländern. Die Messe läuft noch bis Sonntag, dem 11. November. Zu den bereits bestehenden Bereichen Eima Green, Components und Energy  gesellen sich in diesem Jahr noch Digital (Landwirtschaft 4.0) und Idrotech (Wassermanagement). Lesen Sie mehr in Heft 1/2019. Allen Besuchern, die noch auf die Messe fahren (am Wochenende sind bekanntlich ‘Familientage‘): Viel Spaß und Erfolg!

09.11.2018