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Stihl - Absatzwachstum, Umsatzrückgang

Auf der heutigen Bilanz-Pressekonferenz berichtete Stihl über das Geschäftsjahr 2018. Das Unternehmen konnte ein leichtes Absatzwachstum von 1,5 Prozent und einen Umsatz von 3,78 Milliarden Euro erzielen. Damit liegt der Umsatz mit minus 0,3 Prozent geringfügig unter dem Vorjahreswert.

Dr. Kandziora von Stihl
Dr. Kandziora von Stihl in der eigenen Akku-Fertigung.
Foto: Stihl

Neben dem starken Euro haben 2018 auch ungünstige Witterungsbedingungen und Unwägbarkeiten in der Weltpolitik die Geschäftsentwicklung getrübt. „Ein langer, kalter Frühling und ein sehr heißer, trockener Sommer haben sich in vielen Regionen negativ auf das Wachstum in der Natur und damit auch auf die Nachfrage nach unseren Produkten ausgewirkt. Die weltweiten Handelsbeschränkungen und die unklaren Bedingungen des Brexits verschlechterten außerdem die geschäftlichen Rahmenbedingungen“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Betram Kandziora. Die Stihl Gruppe erzielte im vergangenen Geschäftsjahr 90,5 Prozent des Gesamtumsatzes im Ausland. 39 Prozent wurden in der Europäischen Union erwirtschaftet. „Trotz der Widrigkeiten konnten wir mit einer leichten Absatzsteigerung unsere Spitzenposition an den Weltmärkten verteidigen“, erklärte Dr. Kandziora. Dabei erzielten Akku-Rasenmäher und Mähroboter zweistellige Zuwachsraten. In Asien und Afrika verzeichnete das Unternehmen ein zweistelliges Absatzplus. Dr. Kandziora: „Afrika ist für uns ein Zukunftsmarkt mit Wachstumspotenzial. Mittlerweile haben wir auch in Kenia eine eigene Marketinggesellschaft, die unsere Marktpräsenz auf dem afrikanischen Kontinent weiter verstärken wird.“ Der weltweite Personalstand der Gruppe erreichte erneut einen Rekordwert. Am Stichtag 31. Dezember 2018 arbeiteten 17.122 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen. Das entspricht einem Zuwachs von 7,9 Prozent im Vorjahresvergleich.

Im deutschen Markt 2018 weiter auf Wachstumskurs

„Im deutschen Markt erzielten wir 2018 eine Umsatzsteigerung. Das Geschäft bei Motorsägen entwickelte sich erfreulich“, sagte Dr. Kandziora. Dynamisch ist das Wachstum bei den Mährobotern iMow, der mittlerweile in Orange fährt. Auch die neuen Akku-Rasenmäher wurden stark nachgefragt.

Deutsches Stammhaus wächst und erweitert Angebot attraktiver Sozialleistungen

Der Umsatz des deutschen Stammhauses stieg um 4,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Wegen der Bauaktivitäten im Werk 1 in Waiblingen und aufgrund des anhaltenden Personalwachstums eröffnete das Unternehme zu Beginn des Jahres das neue Werk 8 in Fellbach. Zum 31. Dezember 2018 arbeiteten 4.997 Beschäftigte im Stammhaus. Das entspricht einem Zuwachs von 7,4 Prozent im Vorjahresvergleich. 3.778 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Waiblingen, 166 in Fellbach, 260 in Ludwigsburg, 725 in Weinsheim und 68 in Wiechs am Randen tätig.

Investitionen steigen um 30 Prozent

Stihl Entwicklungsvorstand Anke Kleinschmit
Ab diesem Jahr im Vorstand zuständig für Entwicklung: Anke Kleinschmit.
Foto: Stihl

2018 investierte man kräftig in den Ausbau von Forschung und Entwicklung sowie die Weiterentwicklung des weltweiten Fertigungs- und Vertriebsverbundes. Das Investitionsvolumen betrug 324 Millionen Euro. „Mit dieser Steigerung um etwa 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, so betonte Dr. Kandziora, „schaffen wir die Grundlage für künftiges strategisches Wachstum.“ Dem stehen Abschreibungen in Höhe von 159 Millionen Euro gegenüber. Das Unternehmen baute zum Beispiel in Brasilien ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum und erweiterte die Produktion und Entwicklung von Stihl Tirol. 38,1 Prozent des gesamten Investitionsvolumens, das heißt 124 Millionen Euro, entfallen auf die Andreas Stihl AG & Co. KG. Damit sind die Investitionen in das Stammhaus am Standort Deutschland nahezu doppelt so hoch wie im Vorjahr. In Waiblingen wurde beispielsweise eine eigene Akku-Fertigung aufgebaut. Hier werden rückentragbare Akkus für Profianwendungen produziert. „Mit der Produktion von Akkus führen wir unsere Akku-Strategie konsequent fort und untermauern unseren Anspruch auf Spitzentechnologie. Erste Akkus aus eigener Fertigung kommen im Herbst 2019 auf den Markt“, gab Dr. Kandziora bekannt. Zu den aktuellen Aktivitäten zählt unter anderem der Bau einer neuen Produktionslogistik im Stihl Magnesium-Druckgusswerk in Weinsheim.

Anpassung der Vertriebskriterien

Im April ging dem Stihl führenden Fachhandel ein Anschreiben von Heribert Benteler und Andreas Epple aus der Dieburger Vertriebszentrale zu. Das Unternehmen suchte hierzu auch proaktiv den Kontakt zu MOTORIST. Fünf Punkte sind von der anstehenden Vertragsänderung betroffen.

02.05.2019

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