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Stihl ermöglicht Versand von Motorsägen

Ab April 2020 wird Stihl den Versand von Motorsägen für den gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und die Schweiz freigeben. Damit haben Kunden in diesen Märkten künftig die Möglichkeit, sich alle Stihl Produkte zusenden zu lassen. Die Waiblinger reagieren damit auf eine aktuelle Entscheidung der französischen Kartellbehörde.

Stihl MS 500i
Deutlicher Einschnitt: Stihl weitet notgedrungen den Vertrieb von Motorsägen. Das klare Ja zum Fachhandel bleibt.
Foto: Stihl

Tatsächlich erfolgt dieser Schritt nicht freiwillig. Vielmehr folgt Stihl damit einer Entscheidung der französischen Kartellbehörde, die die von Stihl praktizierte Versandbeschränkung bei Motorsägen als unzulässig eingestuft hat. Das zuständige Gericht - Cour D’Appel mit Sitz in Paris – hat den Beschluss der Kartellbehörde bestätigt. Aufgrund dieses Urteils ist Stihl verpflichtet, den Versand von Motorsägen für den französischen Markt bis spätestens April 2020 freizugeben und seine Fachhandelsverträge entsprechend anzupassen. Um den Stihl Fachhandelspartnern innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz auch in Zukunft einheitliche Kriterien für den Vertrieb aller Produkte zu gewähren, wird das Unternehmen den Versand der Motorsäge ab April 2020 nicht nur in Frankreich, sondern im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz freigeben.

Suche nach optimalem Weg

Derzeit arbeitet man in Waiblingen mit Hochdruck an der Ausgestaltung der Qualitätskriterien zum Versand von Motorsägen im Sinne der Stihl Markenphilosophie. Denn diese hat neben guten und verlässlichen Produkten eine kompetente Beratung, guten Service und eine verlässliche Einweisung zum Grundsatz, die Stihl auch weiterhin klar durch sein Fachhändler-Netz am besten garantiert sieht. "Zur Gewährleistung der sicheren Produkthandhabung und Kundenzufriedenheit setzt Stihl seit jeher auf höchste Produktqualität und die Kompetenz des servicegebenden Fachhandels. Persönliche Beratung und Einweisung in die sichere Anwendung, betriebsfertige Übergabe der Produkte und professioneller Kundendienst sind wesentliche Bestandteile der Stihl Markenphilosophie", heißt es dazu aus Waiblingen.

Konkrete Schritte

Aktuell werden in diesem Zuge unter anderem neue qualitative Anforderungen an die eigenen Onlineshops der Stihl Fachhändler erarbeitet und in die bestehenden Richtlinien für den Internetvertrieb integriert. Bis Ende Februar will man seine Fachhandelspartner ausführlich über alle geplanten Änderungen informieren. Auch weiterhin bleibt Stihl davon überzeugt, dass die Versandbeschränkung von Motorsägen zugunsten der Sicherheitsbedürfnisse seiner Kunden – auch in Frankreich – kartellrechtlich zulässig ist. Dies hätten auch vorhergehende Gespräche mit Wettbewerbsbehörden anderer europäischer Länder gestützt. Das Unternehmen hat deshalb Rechtsmittel gegen das Urteil des französischen Gerichts eingelegt. An der Umsetzung der neuen Handelsmodalitäten bis spätestens zum April 2020 wird dies jedoch nichts ändern.

Wie es weitergeht, welchen Einfluss die neuen Umstände auf die generelle Vertriebspolitik von Stihl haben und mit welchen neuen Herausforderungen das Unternehmen sowie die Stihl-Fachhändler sich auseinanderzusetzen müssen, lesen Sie in den nächsten Tagen auf Motorist.

17.01.2020