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„Dass 2019 wiederum ein zähes Geschäft würde, war uns schon klar.“

Heribert Benteler, Geschäftsführer der Stihl Vertriebszentrale in Dieburg, stand MOTORIST kürzlich Rede und Antwort. Bei diesem schon traditionellen Jahres-Dialog ging es um enttäuschte Erwartungen, schwierige Entscheidungen und faire Konditionen.

Wegen der Corona-Beschränkungen zwar auf Distanz, konnte Motorist im Jahresgespräch mit Heribert Benteler dennoch marktnah diskutieren.
Wegen der Corona-Beschränkungen zwar auf Distanz, konnte Motorist im Jahresgespräch mit Heribert Benteler dennoch marktnah diskutieren.
Foto: Stihl

Motorist: Herr Benteler, wie lief für Stihl das – man darf es so sagen – wetterkrisenhafte Jahr 2018, und wie sind Sie nach dem enttäuschenden Sommer in das Jahr 2019 gestartet?

Benteler: „2018 war ein sehr spezielles Jahr für die ganze Branche und für Stihl im Speziellen. Das liegt an der Gemengelage, mit der wir konfrontiert waren. Erstens ist da der Markenwechsel von Viking zu Stihl, der Anfang 2018 eingeläutet wurde. Zweitens ist die disruptive Wirkung des Akku-Geschäfts immer noch in vollem Gange und überlagert dabei auch andere Phänomene, bei denen wir Schwierigkeiten haben, die Wirkung genau zu bestimmen. Wir haben aber im letzten Jahr feststellen können, dass erstmals auch benzinbetriebene Rasenmäher Substitutionseffekten durch Akku-Geräte unterworfen waren, was bisher in dem Maße nicht aufgetreten war. Kunden haben offenbar größeres Vertrauen in die Leistungsfähigkeit akkubetriebener Rasenmäher. Drittens gab es 2018 die enorme Trockenheit, die unsere Planung durcheinandergebracht hat. Ziel war es, dass im Rahmen des Markenwechsels der Abverkauf von Viking-Geräten erfolgen sollte. Das gelang nicht in dem Maße wie gewünscht.“

Motorist: Entsprechend war auch beim Stihl-Konzern das Ergebnis nicht hundertprozentig wie gewünscht. Wie sieht es mit Ihren Erwartungen und den Resultaten in Zahlen für Deutschland aus?

Benteler: „In Deutschland weisen wir für das vergangene Geschäftsjahr zwar weniger Absatz, aber insgesamt mehr Umsatz auf. Professionelle Kunden wie GaLabau-Betriebe und Kommunen kaufen auch in solchen Phasen [Trockenheit, Anm. d. Red.] noch Geräte, weil sie dennoch zu arbeiten haben. Im vergangenen Jahr gab es vor allem Rückgänge beim Geschäft mit Privatkunden. Es wurde deutlich weniger im privaten Garten gearbeitet.“

Motorist: Dass dies in 2019 aufgefangen würde, war von Anfang an nicht zu erwarten. Haben sich die Befürchtungen bestätigt, dass auf das Krisenjahr ein zumindest absatztechnisch problematisches Jahr folgt?

Benteler: „Dass 2019 wiederum ein zähes Geschäft würde, war uns schon klar. Wir sind aber gut in die Saison gestartet und haben uns, obwohl viele Händler zunächst alte Bestände aus dem Vorjahr abverkaufen, ambitionierte Ziele gesetzt…

Dieser Artikel enthält nur einen Teil des Interviews. Das komplette Interview können Sie in der Ausgabe 03/2020 von Motorist lesen. Zum E-Paper .

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06.07.2020