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Stihl-Strategie für Gartencenter und Co.

Das MOTORIST-Schwester-Medium Markt in Grün sprach kürzlich mit Michael Liehr und Frank Schilling von Stihl zu deren Plänen, neue Vertriebspartner im Gartenumfeld für Akku-Lösungen zu finden. Stihl hat hier klare Vorstellungen.

Michael Liehr und Frank Schilling von Stihl
Michael Liehr (li.) und Frank Schilling von Stihl.
Foto: Stihl

Neu bei Markt in Grün, dem auf Gartencenter und Baumschulen spezialisierten Handelsmedium unseres Hauses, ist die von Katharina Onusseit eingeführte Rubrik des Freitagsinterviews. Wöchentlich erscheint ein interessantes Kurz-Interview mit relevanten Marktteilnehmern aus Handel, Verbänden und Industrie. In der vergangenen Woche standen der Leiter Marketing bei der Stihl Vertriebszentrale, Michael Liehr, und Frank Schilling, im Stihl-Vertrieb zuständig für die strategische Gebietsentwicklung, für ein Interview zur Verfügung. Darin ging es um neue Zielgruppen, erschwingliche Akku-Technik und das Elektro- und Akku-Partner-Konzept.

Bei Stihl, deren deutsche Vertriebszentrale im hessischen Dieburg sitzt, hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Unter anderem wurden zuletzt die Fachhandelsvereinbarungen mit Blick auf zunehmenden Online-Vertrieb und den Bedeutungsgewinn von qualitativ hochwertigen Daten abgeändert. Schon etwas länger ist der Lieferant mit seinem EAP-Programm am Markt. Die Elektro- und Akku-Partner haben 2016 in Reaktion auf die von Heribert Benteler oft als "disruptiv" beschriebene Entwicklung durch die Wucht neuer Antriebstechnologien mit Lithium-Ionen-Akkus Einlass in das früher einmal als hermetisch geltende Fachhandelsvertriebssystem von Stihl gefunden. Seiher können sich Händler, die sich auf Akku spezialisieren und gerne Stihl vertreiben möchten (auch ohne die weitaus strengeren Anforderungen wie etwa eine eigene Werkstatt) mit einem abgespeckten Angebot als Vertriebspartner der Dieburger qualifizieren. Damit sollten neue Kundengruppen angesprochen werden, die den Weg zum "klassischen Fachhändler" nicht fänden; Stichwort: "Die Frau im Garten".

Katharina Onusseit
Mitglied des 'Green Team': Katharina Onusseit sprach mit Michael Liehr und Frank Schilling.
Foto: Katharina Onusseit

Daher kämen, wie Frank Schilling ausführt, etwa Gartencenter oder auch Baustoff-Fachhändler infrage, "zu deren Kundenstamm Endverbraucher zählen. Am besten eigenen sich aus unserer Sicht Gartencenter, auch weil sie unter ihrer Kundschaft viele Frauen haben. " Einer der ersten, der zu einem neuen Partner wurde, war Gartencentergröße Dehner. Im Freitagsinterview mit Markt in Grün spricht Schilling darüber hinaus von Namen wie Kölle, Seebauer, Gartencenter Augsburg, Kriesten und Knauber.

Bisher noch keine überbordende Zahl. Es sei Stihl wichtig, so Schilling, dass der Standort und die Rahmenfaktoren passen. Die Quantität sei eher nachrangig. Außerdem hätten Gartencenter diese Produkte teilweise noch nicht so im Fokus. Das aber, davon gehen die Stihlaner aus, ändere sich. Denn "das war bei Grills auch einmal so, bevor das Thema dann plötzlich boomte." Das komplette Freitagsinterview lesen Sie hier . Für einen erweiterten Blick auf den Gartenmarkt, lohnt sich darüber hinaus ein Besuch von www.markt-in-gruen.de . Das Magazin erscheint monatlich und bietet ein erweitertes Angebot an aktuellen Marktzahlen, Neueröffnungen sowie rerlevanten Stories aus dem Markt.

Stihl Akku Power
Seit Ende 2016 gibt es das EAP, das den Weg für neue Stihl-Vertragspartner bei Akku-Geräten öffnete.
Foto: Stihl

27.05.2019

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