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Online: Die richtige Plattform für Akkuprodukte

Der dritte Teil des TOP-Interviews beschäftigt sich Al-Ko Chef Dr. Wolfgang Hergeth mit dem Onlinevertrieb von Akkuprodukten und der weitere Weg im stationären Handel.

MOTORIST: Gerade die günstigen Akkuprodukte eignen sich für den Vertrieb über das Internet. Wie sehen Sie diesen Vertriebskanal und welchen Stellenwert hat er für Ihr Unternehmen?

Al-Ko Chef Dr. Wolfgang Hergeth
Al-Ko Chef Dr. Wolfgang Hergeth
Foto: MOTORIST

Dr. Wolfgang Hergeth: Das Rad lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Das Internet ist Bestandteil unseres Lebens und somit auch unserer Geschäfte. Ob im E-Commerce oder als Informationsmedium, das Internet ist für uns eine wichtige Plattform, die uns hilft, unsere Themen zu spielen und über unsere Produkte zu berichten. Wir erreichen über den Kanal völlig verschiedenen Kunden. Es gilt einfach auch für uns zu akzeptieren, dass es nicht mehr den einen Kundentypus gibt. Sondern die Art der Zielgruppen hat sich so vielschichtig verändert, dass das Internet zu einem Medium geworden ist, mit dem wir fast alle und zu jeder Zeit erreichen.

Für den Handel gilt es, in diesem Zusammenhang das Offline- mit dem Online-Geschäft zu verknüpfen. Darin liegt auch für den stationären Motoristen eine Chance, die er nutzen muss. Der Fachhändler kann seine Qualitäten über das Internet sehr gut kommunizieren. Hier geht es dann um die Kompetenz und den Service, mit denen er dann bei seinen Kunden punkten kann. Diese Qualifikation kann kein reiner Onlinehändler bieten. Für die vielen Anfragen von Nutzern - aber auch Händlern - haben wir ein Callcenter eingerichtet, das diesen produktbegleitenden Informationen liefert. Wir sehen es so, dass der Kunde nach dem Kauf nicht allein gelassen werden darf.

Durch unseren Premium Online Lieferservice haben wir gezeigt, wie die Zusammenarbeit zwischen Motorist und uns als Hersteller erfolgreich laufen kann. Dieses Konzept wollen wir zukünftig weiter ausbauen und mit Leben füllen. Aber auch der Handel muss Konzepte entwickeln, wie sich das Internet auf lokaler Ebene erfolgreich nutzen lässt.

Ich bin davon überzeugt, dass sich Internet und stationärer Handel immer weiter verknüpfen werden. Dass das E-Commerce der allein erfolgsversprechende Weg sein wird, ist für mich in unserem Markt nicht sehr wahrscheinlich. Genau wie wir uns als Hersteller immer wieder Neuerungen stellen müssen und unsere Innovationskraft unter Beweis stellen, so muss sich auch der Motorist den wandelnden Märkten anpassen und sich beweglich zeigen.

Durch das Geschäft mit Robotern erhält der Motorist erstmals die Möglichkeit, in den Garten des Kundens zu gelangen. Der Handel übernimmt Installationsaufgaben und blickt vor Ort in den Geräteschuppen des Kunden. Er erhält eine vorher nie da gewesenen Möglichkeit, Zusatzgeschäfte zu generieren. Nach der Einführung der Roboter bestand bei vielen unserer Handelspartner die Angst, Umsatz durch weniger Service zu verlieren. Doch die Zeit hat gezeigt, dass das Gegenteil der Fall ist. Viele Motoristen haben ihre Chance gesehen und verbinden die Installation mit einem Check der weiteren Gartengeräte und sie haben Konzepte zu Wintercheck und Messerwechsel entwickelt.

MOTORIST: Die Umwälzungen des Handels sind nicht nur durch E-Commerce spürbar. Viele Betriebe geben auf, da Ihnen geeignete Nachfolger fehlen. Gibt es von Seite Ihres Unternehmens Unterstützung für den stationären Händler?

Dr. Wolfgang Hergeth: Ein starke Marke ist das beste Entwicklungsprogramm für den Motoristen. Bei Al-Ko haben wir in Produkte und Marken investiert. Durch Solo by Al-Ko geben wir dem Händler ein starkes Produkt in die Hand, das am Markt gut funktioniert und eine hohe Imagekraft hat. Dies ist eine gute Basis für ein erfolgreiches Geschäft.

Aus unserer Sicht gibt es weitere Maßnahmen, die dem Fachhandel helfen. Wir haben in viele Mitarbeiter investiert, bieten ein breites Schulungsangebot. So schulen wir intensiv an neuen Produkten und geben unsere Lösungen direkt an die Basis weiter.

Durch die Gründung eines Händlerbeirates diskutieren wir von Angesicht zu Angesicht über die Belange der Motoristen und haben so eine direkte Rückmeldung zu geplanten Aktionen. Darüber hinaus richten wir Veranstaltungen für unser Händlernetzwerk aus.

Al-Ko fährt für seine Handelspartner ein breites Programm an Maßnahmen und unterstützt so auch den Wandel bei den Händlern. Denn eine Erkenntnis ist sehr wichtig: Wir können uns nicht gegen den Markt stellen. Nur durch die laufende Anpassung können wir gemeinsam erfolgreich weitergehen.

Keine Lust zu warten? Das gesamte Interview finden Sie in der aktuellen Ausgabe vom MOTORIST

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22.01.2018