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VdM: Lage im Motoristen-Handel entspannt sich

Eine Umfrage des Verbandes der Motoristen (VdM) im Zentralverband Hartwarenhandel e.V. (ZHH) zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf den Motorgeräte-Fachhandel signalisiert, dass die Motoristen im April Verluste aus dem Vormonat teilweise wieder ausgleichen konnten. Mehr auf Motorist.

VdM: Lieferengpässe bei Corona
Machten dem Handel vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zunächst Geschäftsschließungen Sorgen, sind es nun die Lieferengpässe.
Foto: VdM

Demnach profitiert der Motorgeräte-Fachhandel stark von den Wiedereröffnungen der stationären Flächen und der schrittweisen „Normalisierung“ des öffentlichen Lebens. Für Mai rechnen die Fachhändler mit einer stabilen Entwicklung. Die Beeinträchtigungen der Lieferketten und damit der Warenversorgung nehmen allerdings deutlich zu und betreffen zahlreiche Sortimente.

Lockerung lässt Nachfrage spürbar steigen

Aufgrund der regional unterschiedlichen Restriktionen seitens der Politik war bis in den April hinein kein einheitliches Bild bei den Motoristen darzustellen. Während in manchen Regionen die stationären Verkaufsflächen schließen mussten, konnte in anderen relativ normal weitergearbeitet werden. So mussten ab Mitte März rund ein Drittel der Motoristen ihre stationären Verkaufsflächen schließen, wenngleich die Werkstattauslastung zu Saisonbeginn mehrheitlich als zufriedenstellend bewertet wurde. Im Rahmen der Lockerungen durch Bund und Länder konnten nun wieder alle stationären Verkaufsflächen geöffnet werden, und die Nachfrage ist merklich angestiegen. Verglichen zum Vorjahr melden rund 30 Prozent der Motoristen im April ein Umsatzwachstum, ebenso viele jedoch einen Umsatzrückgang.

Umsatzzuwächse und Lieferengpässe

Erfreulicher ist der Vergleich zum März 2020: Hier berichten fast 57 Prozent der Motoristen von teils deutlichen Umsatzzuwächsen. Jeweils die Hälfte der befragten Handelsunternehmen bewertet die Auftragslage und Umsatzentwicklung im Werkstattgeschäft bzw. bei Dienstleistungen/Montagen im April als gut oder gleichbleibend, keiner als schlecht. Für den Mai prognostizieren zwei Drittel der Fachhandelsunternehmen eine bessere oder gleichbleibende Entwicklung, ein Drittel rechnet mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation. Von Problemen bei der Warenversorgung durch die Hauptlieferanten berichten mittlerweile 86 Porzent der Befragten (im Vormonat waren dies lediglich 43 Prozent. Die Störungen in den Lieferketten betreffen zahlreiche Sortimente, im besonderen Maße aber Importwaren und Ersatzteile.

Nur noch ein Viertel in Kurzarbeit

Hatten im März/April 59 Prozent der Fachhandelsunternehmen Kurzarbeit angeordnet, sind dies nunmehr nur noch 24 Prozent. Rund ein Drittel der Betriebe hat Soforthilfen oder Zuschüsse von Bund und Ländern beantragt, hiervon haben rund drei Viertel der Antragsteller die Zahlungen bereits erhalten. Ausdrücklich hatte die Bundesregierung schnelle und unbürokratische Hilfen in Aussicht gestellt. Die vorliegenden Zahlen verdeutlichen, dass hier staatlicherseits noch Optimierungspotentiale vorhanden sind.

Durchschnittlich 500 Euro für Schutzmaßnahmen

Für Umbau- und Schutzmaßnahmen zur Infektionsverhütung wurden durchschnittlich etwa 500 Euro pro Verkaufsstelle investiert. Notwendige Investitionen, um dem Infektionsgeschehen Rechnung zu tragen, aber auch wieder verstärkt stationäre Umsätze zu generieren und für den Kunden vor Ort verfügbar zu sein. „Die Ergebnisse verdeutlichen, dass es den Motoristen ab der zweiten Aprilhälfte gelungen ist, durch ihre Kundennähe, umgesetzte Maßnahmen zur Infektionsverhütung und einer gesteigerten lokalen Marketingaktivität, sich gut an die schwierigen und beispiellosen Rahmenbedingungen der Corona-Krise anzupassen“, erläutert Niklas Schulte, Geschäftsführer des VdM, „Viele Endkunden haben derzeit den heimischen Garten besonders im Fokus. Die daraus erwachsenden Bedürfnisse kann der Fachhändler in der Nähe schnell, verlässlich und unkompliziert bedienen.“

18.05.2020