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Was gutes Motoröl können soll

Gutes Öl ist für Mensch und Rasenmäher gleichermaßen gesund. Es reinigt, schützt und „nährt“ Organismus und Maschine. Bei Speiseöl reicht oftmals schon eine Geruchsprobe zur qualitativen Klassifizierung. Aber woran erkennt man das beim Motoröl für Auto, Traktor & Co.?

Welches Öl? Das ist keine Frage des Geschmacks, sondern des Anwendungsgebietes.
Welches Öl? Das ist keine Frage des Geschmacks, sondern des Anwendungsgebietes.
Foto: E. Musche

Dazu muss man sich erst einmal bewusst werden, was so ein Motoröl eigentlich leisten soll. Zu allererst reduziert es die Reibung der beweglichen Teile wie Kurbelwelle, Pleuel und Kolben, und das bei allen auftretenden Umgebungstemperaturen. Da sind wir schon beim ersten Problem: der Viskosität. Die SAE-Kennzahl drückt vereinfacht aus, wie schmierungsfähig das Öl bei welcher Temperatur ist. Je kleiner diese Zahl ist, desto temperaturstabiler agieren die Öle. Denn normales Rasenmäher-Sommeröl SAE 30 nimmt bei Minusgraden die Konsistenz von Honig an, während SAE 5-W30 (zum Beispiel Toro Premium 5W-30) noch geschmeidig dahinfließt. Besonders die luftgekühlten, seitengesteuerten Motoren auf Kehrmaschinen und Rasentraktoren erleiden einen Totalschaden, wenn bei Minusgraden das Sommeröl nicht gegen Winteröl ausgetauscht wurde. Da die moderneren OHV- oder OHC-Motoren mit SAE 10-W40 (zum Beispiel Rektol 10W-40) befüllt werden, sind sie von dieser Problematik nicht so stark betroffen.

Zweite Hauptaufgabe von Motoröl ist der Reinigungseffekt. Dabei nimmt das Öl die gebildeten Verbrennungs- und Abriebteilchen auf, umhüllt sie und befördert sie an ungefährlichere Stellen des Motorbereiches (Ölwanne). Damit vermindert sich die schädliche Wirkung dieser Feststoffe wie Kolbenverschleiß und Pleuellagerschäden beträchtlich. Besonders Rußpartikel, die bei jedem Verbrennungsvorgang zwangsläufig entstehen und zu einer Ölverdickung führen, sind problematisch und nicht so leicht zu eliminieren. Diese kleinen, harten Körnchen sind Hauptursache von Kolben-Zylinder-Schäden, wenn Ölqualität und Wechselintervalle vernachlässigt werden. Das trifft besonders auf Zweitaktmotoren zu.

Die dabei zum Einsatz kommenden Mischöle unterliegen nämlich einer viel höheren Belastung als die Motoröle im Rasenmäher oder Auto…

Welche Aufgabe Motoröle noch haben und auf was bei der Nutzung geachtet werden muss, lesen Sie in der Ausgabe 04 von Motorist. Abonnenten können hier das E-Paper aufrufen .

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08.09.2019