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Werkzeugindustrie durch Corona stark getroffen

Die Corona-Pandemie, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens und die dadurch ausgelöste breite Verunsicherung wirken sich laut dem Fachverband Werkzeugindustrie (FWI) aktuell auch auf die Werkzeugindustrie dramatisch aus.

Splitter aus der Baumarkt-Szene
Auch die Werkzeugindustrie gerät durch Covid-19 unter Druck.
Foto: steveph/pixabay

So ist der Geschäftsklimaindex seit Anfang 2020 um 75 Punkte auf den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise von 2009 gefallen, wie eine Ende April abgeschlossenen Umfrage des Verbands zeige. „Besonders besorgniserregend ist dabei, dass unsere Mitglieder ihre Aussichten für die nächsten sechs Monate noch weitaus schlechter einschätzen als zum Höhepunkt der Finanzkrise im März 2009“, sagt der FWI-Vorsitzende Michael Kleinbongartz. 80 Prozent der Befragten würden eine weitere Verschlechterung der ohnehin bereits kritischen Situation erwarten. „Wir benötigen verlässliche Perspektiven und Planungssicherheit, um den Fortbestand unserer Industrie und ihrer Zulieferer sowie der Arbeitsplätze zu sichern und die internen Abläufe und die Lieferketten auf einen Neustart vorbereiten zu können“, so Kleinbongartz weiter.

Klage über einbrechende Aufträge

Dem Verband zufolge melden 66 Prozent der Werkzeughersteller einbrechende Aufträge und 75 Prozent der Firmen haben Kurzarbeit beantragt. „Die Politik ist nun aufgefordert, weitere systematische Schritte aus dem Lockdown sowie kurzfristige Maßnahmen zur Nachfragebelebung zu beschließen“, fordert der FWI-Vorsitzende. Laut der FWI-Umfrage befürchten bereits heute fast 20 Prozent der Unternehmen, dass sie unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht länger als drei Monate überleben werden.

11.05.2020