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WISAG bezieht direkt über Husqvarna

Gartengeräte-Lieferant Husqvarna hat mit dem Dienstleister für Immobilienbetreuung, u.a. im Bereich Facility Management, einen Rahmenvertrag geschlossen.

Bei der Bodenreinigung
Deutschlandweit tätige Dienstleister für Facility Management versuchen gerne, direkte Rahmenverträge mit Herstellern zu schließen.
Foto: Foundry auf pixabay

"Die Firma WISAG trat an Husqvarna vor einiger Zeit mit dem Wunsch heran, eine Geschäftsbeziehung unter Einbindung des Fachhandels einzugehen", so Patrick Hermann, Sales Manager Germany. Er bezeichnet gegenüber MOTORIST dieses Vorgehen als "bei Kunden wie Kommunen, Behörden etc. branchenüblich"; der Wettbewerb gehe im Übrigen genauso vor.

Tatsächlich kommt es immer wieder zu direkten Anfragen großer Dienstleister oder von Kunden aus der Industrie an Lieferanten. Diese wollen teilweise nicht direkt mit einzelnen Händlern kooperieren, oder empfinden im Falle von bundesweiter Tätigkeit einzeln ausgehandelte Vereinbarungen unpraktikabel. Da Husqvarna (oder auch andere Hersteller) Auslieferung und Service über das Fachhändlernetz abwickeln und auch vergüten, kann das sogar zu unverhofften Einnahmen führen. So führt Hermann weiter aus: "Gemäß der Anfrage des Kunden wurde eine entsprechende Vereinbarung getroffen, die den Fachhandel fest einbindet. Für die Vergütung der Serviceleistungen durch den Fachhändler haben wir dabei auf die Erfahrungen mit unserem Onlineshop zurückgegriffen, um auch im aktuellen Fall eine attraktive Lösung zu bieten." Damit bezieht er sich auf den Online-Direktvertrieb , den die Ulmer (ursprünglich als Pilot angelegt) im letzten Jahr etabliert haben und bei dem ebenfalls Händler in die Abwicklung eingebunden sind und entsprechend vergütet werden.

Schwierig wird es, wie in mindestens einem konkreten Fall, der der Redaktion bekannt ist, wenn bereits eine Vereinbarung mit einem Husqvarna-Partner besteht. Im Falle WISAG bedeutet das: Die WISAG setzt auf die besseren Konditionen vom Lieferanten statt auf die des Händlers. Dieser wird künftig nur noch als Service- und Abwicklungspartner eingesetzt. Die Vergütung ist demnach das schlechtere Geschäft. Zu diesen Umsatzeinbußen kommt hinzu, dass dies zu Lasten des Punktekontos und damit der Jahres-Boni geht.

Welche Erfahrung haben Sie mit Rahmenverträgen der Industrie mit Bestandskunden gemacht? Senden Sie uns, gerne auch vertraulich, Ihr Feedback zum Thema!

14.09.2019

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