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Zum Tode Franz Stavermanns

Am 11. August ist Franz Stavermann verstorben. Anlässlich seines Todes veröffentlicht MOTORIST einen Nachruf seines langjährigen Wegbegleiters und des ehemaligen Stavermann-Prokuristen Heinrich Schawe. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, Freunden und ehemaligen Mitarbeitern.

Franz Stavermann
Franz Stavermann
Foto: Privat

„1936 wurde Franz Stavermann in Rulle-Ost geboren. In Osnabrück besuchte er die Wittekind-Mittelschule, die er erfolgreich abschloss. Im elterlichen Schmiede- und Landmaschinenbetrieb, welcher von seinem Vater Georg Stavermann geführt wurde, erlernte er schon früh den Umgang mit Kunden in der Landwirtschaft. In der damaligen bekannten Pflugfabrik Van Lengerich erfolgte die Ausbildung zum Landmaschinen-Mechaniker und danach absolvierte er mit Erfolg die Meisterprüfung in Lüneburg. Nach den frühen Tod seines Vaters Georg 1968 übernahm Franz Stavermann mit seiner Mutter den elterlichen Betrieb. Sehr früh erkannte er zusammen mit seinem Prokuristen Heinrich Schawe und den Mitarbeitern Johannes Vocke und Paul Diedler einen neuen Markt: Garten-, Forst- und Reinigungsgeräte, Kommunal-, Sportplatz- und Golfplatztechnik mit Verkauf und Service. Durch seine enorme Weitsicht war er in ganz Deutschland bekannt und vor allen Dingen hoch angesehen. Ehrenamtlich wurde er in den 70iger- Jahren in den Prüfungssauschussder Handwerkskammer berufen.

Franz Stavermann war ein ausgesprochener Team-Player und bei seinen Mitarbeiter sehr beliebt.

Er war Vorbild und Freund zugleich und hielt auch zu den Familien seiner Mitarbeiter regen Kontakt. Hochmut und Arroganz waren für ihn Fremdworte. Das war auch ein Grund, dass viele Mitarbeiter ihm Jahrzehnte die Treue hielten, vor allen Dingen in schwierigen Zeiten. In seiner Firma bildete er ca. 80 bis 90 junge Menschen zu Landmaschinenmechanikern aus. Franz war sehr sozial eingestellt. Höhepunkt waren einmal im Jahr die Tage der offenen Tür in Rulle-Ost. Es war immer ein tolles Fest mit Kunden und deren Familien mit viel Unterhaltung. Sogar die Bildzeitung berichtete aus dem Rasenmäherparadies Stavermann, zeigte ein Foto vom kleinsten Rasenmäher der Welt und veröffentlichte einen Bericht vom Steilwandfahrer Pit Lengner, der mit einem Reitermäher in der Steilwand einen Weltrekord schaffte. Der Überschuss der Aktivitäten der Mitarbeiter und Freunde wurde von ihnen und Franz immer für soziale Zwecke gespendet. Auch störte es ihn keineswegs, wenn seine Firma in der Kundschaft humorvoll „Vereinigte Hüttenwerke von Rulle-Ost“ genannt wurde – er war sogar stolz darauf.

Durch eine schwere Krankheit und mehrere Operationen begann für Franz Stavermann eine Leidensgeschichte, von der er sich nicht mehr richtig erholte. Die Fa. wurde in eine GmbH umgewandelt unter der Leitung von Johannes Vocke und Stefan Ludwig.

Eine große Ehre wurde ihm 2009 zuteil: er erhielt von der Gemeinde Wallenhorst für sein ehrenamtliches Engagement den „Stein des Anstoßes“. In den Ruller Vereinen war er hoch angesehen und hatte immer ein offenes Ohr. Im Tus Eintracht Rulle war er Ehrenmitglied und selbst als aktiver Spieler in den 60iger Jahren als todsicherer Elfmeterschütze bekannt. Sehr glücklich war Franz, wenn er beim Auftritt vom Bläserchor Rulle für ein Stück den Stab übernehmen durfte. Auf Festen begeisterte er immer wieder mit tollen Gedichten und kräftigem Gesang.

Ein Ruller Urgestein ist tot – wir sind sehr traurig. Unser Mitgefühl gehört seiner lieben Frau Ingrid mit Familie.

Heinrich Schawe“

05.09.2019