Unternehmensführung 2017-07-14T00:00:00Z 2017 - Boom-Jahr für Hausrenovierungen

Eigentümer, die erst vor kurzem eine Immobilie erworben haben, investieren mehr in die Renovierung und gehen größere Projekte an als andere Hausbesitzer.

Das zeigt die Studie “Houzz & Home Deutschland 2017” ( Quelle der Studie: Houzz.de) . Für die Studie wurden über 3.000 Teilnehmer in Deutschland und mehr als 185.000 Personen weltweit befragt. Es zeigt sich, dass Besitzer einer erst kürzlich erworbenen Immobilie mehr Geld in Renovierungsprojekte investieren als andere Hausbesitzer (105.617 Euro versus 60.428 Euro). Für frisch gebackene Eigentümer liegt die Wahrscheinlichkeit drei Mal höher, dass sie alle vorhandenen Innenräume renovieren (63 Prozent zu 23 Prozent).  Viele Deutsche kaufen ein Haus in der Absicht, es zu renovieren und den eigenen Vorstellungen anzupassen. Diese Sicht dominiert gegenüber der Vorstellung, ein bereits „perfektes“ Zuhause vorzufinden, das den persönlichen Wünschen und Visionen entspricht (43 Prozent). 35 Prozent möchten mit ihrer persönlichen Note etwas aussagen und von den Kostenvorteilen bei Eigenrenovierung profitieren, anstatt sich ein neues Haus zu kaufen (23 Prozent). Bei Umbau-Projekten werden die  Das Jahr 2017 wird ein weiteres erfolgreiches Jahr für Hausrenovierungen werden, in dem etwa ein Drittel der Eigentümer ihre Renovierungsprojekte beginnen oder weiterführen werden (31 Prozent). In diesem Jahr investieren Hausbesitzer durchschnittlich 18.500 Euro in die Hausrenovierung, mehr als im Jahr 2016 mit 18.200 Euro. Das Jahr 2016 zeigt, dass für große Renovierungen von Badezimmer (12.200 €) und Küche (11.600 €) am meisten ausgegeben wurde. 

Weitere Ergebnisse:  

Mein Heim ist mir etwas wert: Der weltweite Vergleich zeigt, dass gerade die deutschen Hausbesitzer zu Investitionen bereit sind. Denn es geht um den perfekten Wohlfühl-Komfort und das Gefühl, zuhause zu sein. 2016 gaben die Befragten rund 60.000 Euro für Renovierungen und Umbauten aus. Auf Rang zwei folgt Großbritannien (48.000 Euro) und Rang 3 Italien (40.000 Euro).​

Smart Homes und Nachhaltigkeit: Während Design und Funktionalität bei Renovierungsprojekten im Vordergrund stehen, bewerten zwei von fünf Hausbesitzer die Energieeffizienz als besonders wichtig. Einer von drei erachtet die Integration von „grünen“ Materialien als ebenso wichtig wie die Einbindung von Smart Home-Technologien. Um energieeffiziente Häuser zu schaffen, wählen 20 Prozent der Hausbesitzer entsprechende Automatisierungstechnologien während der Renovierung. Unter den “frischen” Hausbesitzern ist dies bereits weiter verbreitet (34 Prozent).

Rücklagen und Barreserven : 82 Prozent der Hausbesitzer nutzten Rücklagen und Reserven, um ihr Projekt im Jahr 2016 zu finanzieren, ebenso war es im Jahr 2015. Baufinanzierungen wurden seltener genutzt, mit 15 Prozent liegt diese Finanzierungsmöglichkeit auf dem zweiten Rang. Gerade frischgebackene Hauskäufer nutzen Baufinanzierungen (33 Prozent), das entspricht einem weitaus höheren Anteil als Langzeit-Hausbesitzer (9 Prozent). Bei neuen Hauskäufern ist es doppelt so wahrscheinlich, dass Geldgeschenke und Erbschaften genutzt werden, um das Wohnprojekt zu verwirklichen (9 Prozent versus 5 Prozent der Langzeit-Hausbesitzer).  

Die größten Herausforderungen: Die richtigen Materialien und Produkte zu finden, war im Jahr 2016 die größte Herausforderung für Hausbesitzer (37 Prozent). Ebenso schwierig war es, Budget (32 Prozent) und Zeitplanung (25 Prozent) einzuhalten. Das Problem der Budgetüberschreitung ist unter den jüngsten Hauskäufern mit 40 Prozent weit verbreitet.  

Vertrauen in Experten: Der Bedarf an professioneller Unterstützung blieb 2016 hoch (79 Prozent). Die Neu-Eigentümer werden mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr professionelle Hilfe in Anspruch nehmen als Langzeit-Hausbesitzer (91 Prozent zu 77 Prozent).

zuletzt editiert am 26. März 2021
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