Im Vordergrund steht ein großer Traktor als Hauptmotiv, daneben erklärt ein Aussteller engagiert technische Details, während eine Gruppe jugendlicher Besucher aufmerksam zuhört. Die Szene zeigt eine Messeumgebung mit einem Messestand, Interaktion zwischen Aussteller und Publikum sowie Interesse an moderner Landtechnik in einer hellen Ausstellungshalle.
Das Interesse an einer Ausbildung im LBT-Handwerk war auch auf der Agritechica 2025 zu spüren. Immer wieder informierten sich interessierte junge Menschen wie hier in der Werkstatt Live. (Quelle: RM Rudolf Müller)

Aktuell 2026-07-10T09:48:19.132Z Ausbildungszahlen im LBT-Gewerk weiter auf Rekordhoch

Das dritte Jahr in Folge liegen die Zahlen der Auszubildenen Land- und Baumaschinenmechatroniker/innen auf Rekordniveau.

„Wir sind begeistert, dass wir 2025 exakt 10.357 Azubis in unseren Beruf verzeichnen dürfen – ein abermaliger Spitzenwert und ein Erfolg für die Starke Typen-Kampagne“, freut sich Bundesinnungsmeister Norbert Stenglein mit dem Blick auf die Ausbildungsstatistik. Stolz macht ihn nicht nur das gute Abschneiden gegenüber anderen Branchen. Vielmehr geht es Stenglein um den wichtigen Aspekt der Fachkräftesicherung, „die Achillessehne in den Betrieben“, um mit ihm zu sprechen. Tatsächlich scheint der Beruf des Land- und Baumaschinenmechatronikers bei jungen Menschen gut abzuschneiden. Inhaltlich ist er breit angelegt für die Branchen Land- und Baumaschinen, Flurförderzeuge, Motor- und Kommunalgeräte sowie die Melk- und Fütterungstechnik, also generalistisch. „Für die jungen Leute zählt, dass sie in einer zukunftssicheren und systemrelevanten Branche sind, die Menschen werden fachlich wie menschlich gebraucht“, so Stenglein. Sein Dank gilt den vielen Unternehmen, die in der Ausbildung aktiv sind.

Befördert durch Verbandsinitiative

Auch der Bundesverband hat sich in den vergangenen Jahren stark für die Weiterentwicklung der Fort- und Weiterbildung eingesetzt. Hauptgeschäftsführer Dr. Michael Oelck verweist hier auf den neuen Karriereplan mit seinen vielfältigen Möglichkeiten, nicht nur hinsichtlich des Meisters. Mit dem Serviceleiter implementierte der Bundesverband im vergangenen Jahr auch eine Fortbildung, die die Herausforderung, Werkstatt- und Serviceprozesse effizient zu steuern, Teams zu motivieren und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit zu maximieren, in den Blick nimmt. „Mit dem Wandel der LandBauTechnik hat sich auch unser Beruf stark verändert, neben handwerklichem Geschick, braucht es auch digitales Know-how und nachhaltiges Denken. Wir tragen mit moderner und präziser Technik enorm zum Umweltschutz bei. Das wiederum macht für viele auch den Reiz aus“, so Oelck. In besonderer Weise trage auch die Nachwuchs- und Karrierekampagne „Starke Typen“ zum Erfolg bei. Erneut konnten dafür 61 Partner gewonnen werden, die diese in den kommenden vier Jahren unterstützen. Erstmal vorgestellt wurden das neue Design sowie neue Inhalte auf der Agritechnica 2025.

Zahlen im Detail    

Nachdem 2024 erstmals die Marke von 10.000 Auszubildenden über alle Ausbildungsjahre hinweg geknackt wurde, erreicht die Branche nun exakt 10.357 Azubis und damit ein drittes Hoch in Folge. Möglich wird diese Gesamtzahl dadurch, dass der/die Land- und Baumaschinenmechatroniker/-innen sowohl nach der Handwerksordnung (HwO) als auch nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) ausgebildet werden. So befanden sich zum Stichtag 31. Dezember 2025 genau 8.928 junge Menschen in regulären Ausbildungsverhältnissen im Handwerk, verteilt auf insgesamt 2.847 Ausbildungsstätten. Hinzu kommen noch einmal 1.429 Auszubildende aus dem IHK-Bereich. Die Entwicklung der handwerklichen Ausbildungsverhältnisse bei den Land- & Baumaschinenmechatroniker/innen zeigt sich mit einem Zuwachs von +1,6% (das sind 144 mehr als im Vorjahr) Das Gesamthandwerk kommt für denselben Betrachtungsraum auch auf immerhin +1,0%.  Nach Bundesländern verzeichnen Niedersachsen und Bremen mit 55 oder +3,5% den größten absoluten Zuwachs, knapp vor NRW (+51 / +3,2%), Baden-Württemberg (+42 / +4,6%) und Mecklenburg-Vorpommern (+23 / +9,4%); demgegenüber ging die Zahl in Brandenburg mit Berlin (-19 / 7,5%), Hessen (-13 / -3,3%), Schleswig-Holstein mit Hamburg (-11 / -2,1%) und Thüringen (-10 / -5,1%) leicht zurück.

Jetzt anmelden & nichts verpassen

Der Newsletter von Motorist - Ihr Klick in die Zukunft!

zuletzt editiert am 10. Juli 2026
Newsletter