geöffnet
Die Baumärkte öffnen teils wieder.

Aktuell

24. February 2021 | Teilen auf:

Bayern und Sachsen-Anhalt öffnen Baumärkte

Nachdem zuletzt in vielen Bundesländern Baumärkte ihre Gartenabteilungen wieder für den Publikumsverkehr öffnen durfen, hat das bayerische Landeskabinett nun beschlossen, dass vom 1. März an Gartencenter und Baumärkte im Freistaat wieder öffnen dürfen. Gleiches gilt für Sachsen-Anhalt.

Die Bayerische Landesregierung teilt dazu mit: „Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen, Blumenläden und Baumärkte werden ab dem 1. März landesweit unter den gleichen Bedingungen wieder zugelassen, die für die bereits jetzt ausnahmsweise geöffneten Handels- und Dienstleistungsbetriebe gelten. Das bedeutet insbesondere Zutrittsbegrenzungen auf einen Kunden je 10 Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und darüber hinaus einen Kunden je 20 Quadratmeter.“

Keine Abstimmung mit Baden-Württemberg

Während der bayerische Staatskanzleichef Florian Herrmann bei einer Pressekonferenz mit Blick auf die Öffnung der Baumärkte von einer „lebensnahen und pragmatischen Entscheidung“ sprach, herrscht im Nachbarland Baden-Württemberg Unverständnis. Man sei irritiert angesichts der Kehrtwende von Markus Söder, sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet. „Bisher war er immer der harte Hund, jetzt fängt er an, eine Sache nach der anderen Sache zu öffnen. Ich weiß nicht, was das soll.“ In Baden-Württemberg sei eine reguläre Öffnung der Baumärkte nicht vorgesehen.

Weitere Öffnungen

Auch in Sachsen-Anhalt können Baumärkte ab 1. März wieder den Betrieb aufnehmen, ebenso Gartenmärkte, Gärtnereien und Blumenläden. Dies kündigte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nach einer Kabinettssitzung an. „Das ist notwendig, weil wir auch saisonal bedingt diese Angebote benötigen, auch für das persönliche Bedürfnis, sich zu betätigen, wenn das Wetter wieder schöner wird“, sagte er.

Bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 hatten Baumarktbetreiber in ganz Deutschland Einkaufstouristen aus benachbarten Bundesländern beobachtet. Dies hatte in der Folge dazu geführt, dass die Baumärkte (und weitere Geschäfte) nach und nach überall wieder öffnen durften. Ob dies nun auch der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Antworten wird wahrscheinlich die Ministerpräsidentenkonferenz in der kommenden Woche bringen.

Gartenabteilungen machten den Anfang

Bereits seit Mitte Februar öffneten viele Baumärkte sukzessive ihre Gartenabteilungen wieder für den Publikumsverkehr. Der Dortmunder Baumarktbetreiber Hellweg beispielsweise öffnete viele Gartenmärkte in Hessen und Nordrhein-Westfalen seit dem 15. Februar, in Niedersachsen bereits seit 13. Februar. Auch weitere Unternehmen wie die Branchengrößen Obi, Bauhaus, Hornbach und Toom haben unter Hygieneschutzmaßnahmen ihre Gartencenter für Endverbraucher wieder geöffnet, allerdings bei begrenzter Auswahl. In der Regel stehen den Kunden die Sortimente Pflanzen, Erden und Dünger zur Verfügung. Wo genau geöffnet ist, und was verkauft werden darf, darüber informieren die Unternehmen auf ihren Websites.

Dominoeffekt

Bund und Länder hatten zuletzt beschlossen, den Lockdown bis zunächst 7. März zu verlängern. Wirtschaftsverbände wie der HDE reagierten mit scharfer Kritik auf den Beschluss. Verbände aus der Baumarkt- und Gartenbranche pochen auf die Wiedereröffnung ihrer Geschäfte zum 1. März. Diese Forderung erfüllte sich in zahlreichen Bundesländern nun bereits vorzeitig, allerdings nur hinsichtlich der integrierten Gartencenter. Die Corona-Schutzverordnungen einiger Länder wurden entsprechend überarbeitet.