BayWa Konzernzentrale in München
Baywa Konzernzentrale in München. (Quelle: Baywa AG)

Handel & Hersteller 2024-04-09T09:18:49.618Z BayWa AG strebt Ergebnisverbesserung an

Die BayWa AG hat das Jahr 2023 mit einem Minus von 93 Mio. Euro unter Vorjahr abgeschlossen. Dennoch rechnet man für das laufende Jahr mit einer Ergebnisverbesserung.

Nach Jahren starken Wachstums haben sich auch für die BayWa AG im Jahr 2023 die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen massiv verändert. Das spiegelt sich auch in der Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr wider. Demnach betrug der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2023 23,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 27,1 Mrd. Euro). Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag mit 304,0 Mio. Euro (Vorjahr: 504,1 Mio. Euro) erwartbar hinter dem Ausnahmejahr 2022 zurück. Die Jahresprognose von 320 bis 370 Mio. Euro verfehlte der Konzern damit nur knapp. Im Vergleich zu 2021 und damit der Zeit vor Beginn des Krieges gegen die Ukraine konnte die BayWa das EBIT jedoch um 14 Prozent steigern. Allerdings belastete der rasante Zinsanstieg alle Geschäftsbereiche und drückte auf das Ergebnis: Nach Abzug von Zinsen und Steuern schließt die BayWa das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Minus von 93,4 Mio. Euro und damit 332,9 Mio. Euro hinter dem Vorjahr ab. Vergleichsweise gut performte das Segment Technik. Hier steigerten gelöste Lieferkettenprobleme und eine hohe Investitionsbereitschaft den Absatz, sodass das Rekordergebnis des Vorjahres bei Umsatz und EBIT nochmals übertroffen werde.

Konsolidierung angestrebt

„Wir nutzen das Jahr 2024 zur Konsolidierung. Dafür schauen wir uns aktuell jede unserer über 500 Beteiligungen an und definieren Wachstumsfelder, Optimierungsfelder sowie Geschäftsfelder, von denen sich die BayWa trennen will. Zukünftig muss jede Einheit für sich profitabel sein“, sagt Marcus Pöllinger, CEO der BayWa AG. Mit der Umsetzung der „Strategie 2030“ werde man die Profitabilität erhöhen und die Kosten über alle Geschäftsbereiche und Verwaltungseinheiten hinweg reduzieren. Ziel ist es, die Eigenkapitalquote mittelfristig in Richtung 20 Prozent zu führen und sich so für weitere Krisen zu wappnen. „Das Ziel des Vorstands ist es, die BayWa 2024 wieder in den Gewinnkorridor zu führen“, so Pöllinger. Bis Ende 2026 wolle man ein Ergebnis zwischen 470 und 520 Mio. Euro erzielen. Ursprünglich wollte die BayWa dieses Ziel bereits 2025 erreichen. Zukunftsfelder bleiben Ernährung und Energie.

zuletzt editiert am 09. April 2024
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