Ihre Jahresziele voll erreicht hat die BayWa AG, München. Im Geschäftsjahr 2019 überschritt der Umsatz erstmals die Marke von 17 Mrd. Euro. Auch eine deutliche Ergebnisverbesserung wurde wie geplant erzielt.
„Die positive Entwicklung im Segment Energie hat den größten Anteil an der guten Gesamtentwicklung der BayWa im vergangenen Jahr. Auch unser Obstgeschäft Global Produce war erfolgreich und die Technik entwickelte sich nach dem Rekordjahr 2018 deutlich besser als erwartet. Der Baubereich hat sich ebenfalls sehr robust gezeigt“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz. Der Agrarhandel sei insgesamt hinter den Erwartungen geblieben. Internationale Handelsstreitigkeiten hätten das Ergebnis genauso belastet wie die Trockenheit im Sommer in vielen Regionen Deutschlands. „Vor allem die abermals gestiegenen Ergebnisse im regenerativen Energiegeschäft und bei der klassischen Energie haben dazu geführt, dass die Auswirkungen der schwierigen Marktbedingungen bei Agrar überkompensiert werden konnten“, so Lutz. Er wies außerdem darauf hin, dass die Belastungen aus dem zum Jahresende abgeschlossenen Kartellverfahren sowie die damit verbundenen Kosten in diesem Jahresergebnis verarbeitet worden sind, ohne die Zielsetzungen 2019 zu gefährden.
Ergebniseinschätzung für 2021 derzeit unmöglich
Für das Jahr 2020 ist eine Ergebniseinschätzung zurzeit seriös nicht möglich, auf Grund der nicht abschätzbaren Auswirkungen der Covid-19 Krise. „Mit unserem diversifizierten Geschäftsmodell fühlen wir uns angesichts der schwierigen Situation aber gut aufgestellt und sind fest entschlossen, unsere Grundversorgungsfunktion für die Menschen zu erfüllen“, so Klaus Josef Lutz. Das Segment Agrar schloss das Geschäftsjahr 2019 sowohl mit einem leichten Umsatz- als auch einem EBIT-Rückgang ab: Der Umsatz betrug 10,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 11,0 Mrd. Euro). Das EBIT lag bei 96,6 Mio. Euro (Vorjahr: 100,1 Mio. Euro). Der nationale und internationale Agrarhandel hatte sowohl unter den Auswirkungen der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China zu leiden wie auch unter der erheblichen Sommertrockenheit in Deutschland. So ging bei den internationalen Handelsaktivitäten im Geschäftsfeld BAST (BayWa Agri Supply & Trade) das Handelsvolumen mit Getreide und Ölschroten um 1,6 Mio. Tonnen auf 25 Mio. Tonnen zurück. Dies war vor allem auf die Einstellung des Brotgetreidegeschäfts mit dem Iran zurückzuführen. Der Handel mit Sojabohnen wurde erheblich durch die amerikanisch-chinesischen Handelsauseinandersetzungen belastet.
Anstieg bei Gebrauchtmaschinen
Das Geschäftsfeld Technik erreichte erwartungsgemäß das Rekordniveau von 2018 nicht ganz, lief aber deutlich besser als erwartet. Dies ist vor allem auf die Auswirkungen des starken Neumaschinenverkaufs im Jahr 2018 zurückzuführen, als Kunden aufgrund der milden Witterung zum Jahresende ihre bestellten Maschinen vorzeitig abgerufen hatten. Der Gebrauchtmaschinenhandel mit in Zahlung genommenen Fahrzeugen als auch das Servicegeschäft stiegen erheblich. Das Gleiche gilt für den Absatz von Maschinen und Zubehör bei Flüssigdungtechnik und mechanischer Unkrautbekämpfung.