Ein modernes Bürogebäude mit dem Eingang der BayWa AG, umgeben von grüner Landschaftsgestaltung.
Der Eingang der Konzernzentrale der BayWa AG in München (Quelle: BayWa AG)

Handel & Hersteller 2025-12-01T13:45:15.638Z BayWa: Mit rückläufigen Umsätzen im Plan

Die BayWa AG hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025 mit 9,6 Mrd. Euro einen Umsatzrückgang von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.

Der wesentliche Teil des Rückgangs ist insbesondere auf planmäßige Maßnahmen zurückzuführen. Dazu gehört u.a. der Verkauf von Geschäftseinheiten wie der Raiffeisen Ware Austria (RWA) im Frühjahr 2025, der mehr als die Hälfte des Umsatzrückgangs erklärt. Hinzu kommen weitere Transformationsmaßnahmen, wie der Rückzug aus margenschwachem Geschäft, Sortimentsbereinigungen sowie die Schließung kleiner, unrentabler Standorte. Bei ihren Effizienzmaßnahmen liegt der Konzern 36 Prozent über dem Sanierungsplan. Insbesondere durch den weiteren Fortschritt des Transformationsprogramms sowie zusätzlichen Effizienzsteigerungen im Einkauf und in der Logistik, Optimierungen in der Standort- und Personalstruktur und der konsequenten Reduktion von Gemeinkosten habe man substanzielle Fortschritte erzielt. In den vier Kernsegmenten, die das zukünftige Geschäft maßgeblich prägen, seien zudem bereits spürbare operative Verbesserungen erkennbar. Weiterer Umsatzrückgang begründet sich durch die schleppende Konjunktur und Preisrückgänge in einigen Produktgruppen. Vollständige Ertragskennzahlen kann die BayWa derzeit aufgrund aktuell laufender Neubewertungen von Projekten der auf erneuerbare Energien spezialisierten Beteiligung Baywa r.e. nicht ausweisen.

Auch BayWa Technik verliert

Eine erfreuliche Entwicklung sei das wiedererstarkte Vertrauen in die BayWa AG seitens der Kunden und Lieferanten. Auch zahlreiche Vertriebsinitiativen und Investitionen in neue Absatzkanäle hätten zur Vertrauensbildung beigetragen. Der Bereich BayWa Technik war geprägt von einer andauernden Kaufzurückhaltung und verzeichnete bis Ende des dritten Quartals 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Umsatzrückgang um 12 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,6 Mrd. Euro). Demnach gingen die Zulassungszahlen für Traktoren in Deutschland in den ersten neun Monaten 2025 um 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Nach den starken Absätzen der Vorjahre kommt diese Entwicklung jedoch nicht unerwartet. Zudem dürfte die verhaltene Investitionsbereitschaft der Landwirte auf gefallene Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse, höhere Finanzierungskosten für Maschinen sowie unsichere wirtschaftliche Aussichten aufgrund von Zoll- und Handelskonflikten zurückzuführen sein. Der Gebrauchtmaschinenmarkt entwickelte sich dagegen weitgehend stabil.

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zuletzt editiert am 01. Dezember 2025