Moderne Gewerbehalle von BayWa mit mehreren Toren und einem zentralen Eingang.
Das neue BayWa Technik-Servicezentrum in Röttenbach. (Quelle: BayWa AG)

2025-01-06T12:40:55.360Z BayWa zwischen Transformation und Neueröffnung

Die BayWa AG hat im Januar in Röttenbach im Landkreis Roth einen neuen Technik-Standort eröffnet. Dieser integriert die bisherigen Werkstätten in Schwabach, Thalmässing und Weißenburg, die zum 23. Dezember geschlossen wurden. Getrennt hat sich der Konzern auch von seiner Beteiligung an der österreichischen RWA Raiffeisen Ware Austria AG (RWA AG).

Nach rund einem Jahr Bauzeit hat am 7. Januar im Industriegebiet von Röttenbach ein neues, modernes BayWa Technik-Servicezentrum eröffnet. Künftig soll dort Kundschaft aus der Land- und Forstwirtschaft, Kommunen sowie Gewerbetreibende und Privatpersonen aus den Einzugsgebieten der ehemaligen BayWa-Standorte Schwabach, Thalmässing und Weißenburg eine Anlaufstelle finden. Denn diese wurden nach ihrer planmäßigen Schließung zum 23. Dezember in das neue Technik-Servicecentrum integriert. Auch alle Mitarbeitenden wechselten auf das neue, 11.500 Quadratmeter große Areal. Ausgestattet ist dieses mit einer 1.000 qm großen Werkstatt mit zehn Montageplätzen, Diagnosestation, Kleinmotorenwerkstatt, einem vierstöckigen Ersatzteillager und einer Kranhöhe von 5,85 Metern. Ergänzt wird der Betrieb durch eine 500 qm große Maschinenhalle sowie eine Freifläche und einen Verkaufsraum für Fachbedarf und Kleingeräte. Präsentiert werden hier Neu- und Gebrauchtmaschinen verschiedener Marken und Fabrikate. Insgesamt 5,2 Millionen Euro hat die BayWa in den Neubau investiert.

Meilenstein für die Region

„Der neue Standort in Röttenbach ist ein Meilenstein für die BayWa und die Region. Der Grad der Spezialisierung und die Anforderungen unserer Kunden sind im Laufe der Jahre stetig gestiegen. Mit modernster Ausstattung, einem engagierten Team und einem umfassenden Serviceangebot ist die BayWa bestens gerüstet, um dem gerecht zu werden und die Region Franken-Süd nachhaltig zu stärken“, so Christian Firsching, Spartengeschäftsführer für Franken. Auch außerhalb der Öffnungszeiten sichert ein 24-Stunden-Notruf die technische Unterstützung. Für den mobilen Werkstattservice stehen drei Fahrzeuge mit Diagnosesystemen sowie ein mobiler Öl-Anhänger bereit. Ab Ende des ersten Quartals 2025 ist zudem eine 24-Stunden-Abholstation für Agrar-Betriebsmittel geplant.

Abschied von der RWA

Was an der einen Stelle investiert wurde, hat man an anderer eingespart. Im Rahmen ihres Transformationskonzepts hat die BayWa Ende Dezember ihre Unternehmensanteile an der österreichischen RWA Raiffeisen Ware Austria AG veräußert, die als Produzent, Dienstleister und Händler in den Geschäftsfeldern Agrar, Technik, Energie, Baustoffe und Haus & Garten tätig ist. Der Verkauf ist Teil des umfangreichen Transformationskonzeptes, das die BayWa AG Ende November vorgelegt und auf das sie sich jetzt mit ihren wesentlichen Finanzierungspartnern sowie den beiden Großaktionären geeinigt hat. Es enthält detaillierte Maßnahmen, durch die sich die BayWa bis Ende 2027 selbstständig sanieren möchte. Mit gezielten Maßnahmen sollen sowohl das operative Ergebnis verbessert als auch Schulden abgebaut werden. Als weitere Maßnahme zur Verbesserung ihrer Finanzkraft plant die BayWa für das kommende Jahr eine Bar-Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht. Das Volumen der Erlöse soll 150 Millionen Euro betragen.

zuletzt editiert am 06. Januar 2025