Im Rahmen der Studie POS-Systeme 2020 hat das EHI Retail Institute Handelsunternehmen zu Themen und Trends bei Kassensystemen befragt. Dabei zeigte sich: Mobiles Kassieren und Beraten gewinnen stark an Bedeutung.
Mit der achten Ausgabe aus der Reihe „POS-Systeme“ (vorher Kassensysteme) gibt das EHI Retail Institute einen Überblick über die Kassenlandschaft und zeigt Trends auf. Wie die Befragung ergab, gibt es derzeit rund 986.000 Kassen im deutschen Einzelhandel, der niedrigste Stand seit 23 Jahren. Gründe sind strukturelle Veränderungen wie Übernahmen, Zusammenschlüsse und die Entwicklung des E-Commerce. 77 Prozent der befragten Händler wollen ihre Hardware in den nächsten Jahren ganz oder teilweise erneuern. Die Kassensoftware hat ein Durchschnittsalter von 6,8 Jahren. 58 Prozent wollen in den kommenden zwei Jahren neue Kassensoftware einsetzen. Ein knappes Drittel setzt dabei auf individuelle Lösungen.
Trend: Mobiles Kassieren und Beraten
Die Befragung des Handels zeigt: Die Weichen für die mobilen Prozesse werden gestellt. Das Ranking der To-Do‘s am POS führt mit 56 Prozent der Einsatz von mobilen Geräten mit Kassenfunktion an. Die Verantwortlichen des Untersuchungspanels schätzen das Potenzial von mobilen Kassen am POS als hoch ein. 21 Prozent haben heute bereits mobile Geräte mit Kassenfunktion im Einsatz, zukünftig planen dies 54 Prozent. 47 Prozent setzen Mobile Devices zur Beratung ein, 72 Prozent haben das in naher Zukunft geplant.
Trend: Self-Checkout und Self-Scanning
An zweiter Stelle des Prioritäten-Rankings stehen Self-Checkout- und Self-Scanning-Systeme, deren Verbreitung in Deutschland seit Jahren an Dynamik gewinnt. Insgesamt wollen 47 Prozent den Einsatz bzw. die Optimierung von Self-Checkout und Self-Scanning-Systemen vorantreiben. Heute haben 40 Prozent der Befragten Self-Checkout- oder Self-Scanning-Systeme im Einsatz. Künftig wollen 60 Prozent der Unternehmen solche Systeme einsetzen. Die Händler, die in den nächsten 2 Jahren Self-Service-Systeme einsetzen wollen, zeigen eine noch stärkere Präferenz in Richtung Self-Scanning mit dem Kundensmartphone: 81 Prozent planen dies.
Trend: Touchscreen und Tastatur
Der Touchscreen als Eingabemedium hat sich über Branchengrenzen hinweg längst etabliert. 63 Prozent der befragten Unternehmen setzen ausschließlich auf den Touchscreen. Die restlichen 37 Prozent nutzen neben dem Touchscreen eine Tastatur. Bereits 68 Prozent haben multi-touch-fähige Bildschirme im Einsatz. Aber lediglich 15 Prozent nutzen die Möglichkeiten wie beispielsweise durch das vom Smartphone bekannte Vergrößern von Bildschirminhalten mit einer Fingerspreiz-Geste.
Eine Leseprobe steht auf der Webseite des EHI Retail Institute zur Verfügung.