Aktuell 2026-09-03T13:50:16.681Z China-Handel: Neue Zollgebühren zeigen erste Wirkung

Für Warensendungen aus Drittstaaten mit einem Warenwert kleiner 150 Euro werden seit Juli 2026 bis zu drei Euro Gebühren erhoben. Laut dem französischen Zoll zeigt dies erste Wirkung. Man spricht von einem spürbaren Effekt.

Entsprechende Warensendungen, vor allem aus China, sind demnach um 30 bis 40 Prozent zurückgegangen. „Die Meldung des französischen Wirtschaftsministeriums stimmt uns zuversichtlich, dass die neuen Zollgebühren Wirkung zeigen. Es war höchste Zeit, dem unfairen Wettbewerb, dem sich unsere hiesigen Händler ausgesetzt sehen, Maßnahmen entgegenzusetzen. Da macht sich nun auch die konsequente Arbeit des Handelsverbandes bezahlt“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp.

Nichtsdestotrotz seien die neuen Zahlen noch kein Grund zum Aufatmen. „Wir dürfen jetzt keinen Haken an das Problem des unfairen Wettbewerbs durch Plattformen und Händler aus Fernost machen. Es sind immer noch Millionen von Paketen pro Tag, die aus China in die EU geliefert werden und unsere Märkte mit teils unsicheren, qualitativ minderwertigen Waren überschwemmen“, erklärt Tromp. Daher sei es wichtig, den EU-weit geplanten Customs Data Hub so schnell wie möglich einzuführen. Der vorgesehene Start im kommenden Jahr sei zu spät. Über den Customs Data Hub sollen Importeure und Onlinehändler aus Drittstaaten ihre Zolldaten zentral und einheitlich bereitstellen müssen, damit Auffälligkeiten bei Warenwerten, Sendungsmengen oder Herkunftsangaben schneller erkannt werden können.

Zudem fordert Tromp: „Aus Regelverstößen darf kein Wettbewerbsvorteil entstehen. Daher muss bei wiederholtem Verstoß gegen geltendes Recht auch die Möglichkeit bestehen, Plattformen oder Händler zu sperren. Sanktionen entfalten nur dann Wirkung, wenn sie glaubwürdig sind und bei Regelverstößen konsequent angewendet werden. Erst dann können faire Wettbewerbsbedingungen dauerhaft gewährleistet werden.“

zuletzt editiert am 03. September 2026
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