Wie erst jetzt bekannt wurde, kam es bereits im März zu einer weltweiten Panne bei installierten Mährobotern. Grund war dem Vernehmen nach ein Programmierfehler in verbauten Chips.
Zunächst hielt man das Phänomen für einen Einzelfall: In einer Neubausiedlung bei Berlin wunderte sich ein Hausbesitzer über das „merkwürdige“ Verhalten seines erst kürzlich in Betrieb gesetzten Mähroboters. Das Gerät hatte sich augenscheinlich am Grundstückszaun festgefahren. Als der Gartenbesitzer, der den Roboter selbst installiert hatte, nach dem Rechten sehen wollte, fuhr das Gerät wieder an, umkreiste ihn und kehrte zur vorherigen Stelle am Gartenzaun zurück. Dort blieb der Mähroboter einen Moment, kam zurück und umkreiste den Gartenbesitzer abermals, um danach wieder an dieselbe Stelle am Zaun zurückzunavigieren. Das Spiel wiederholte sich auch als der Gartenbesitzer den Standort wechselte. Zunächst habe er an eine Fehlinstallation seinerseits geglaubt, erklärte er später gegenüber Motorist. Dann aber habe er bemerkt, dass sich auch der Mähroboter seines Nachbarn auf der gegenüberliegenden Seite des Gartenzaunes genau an derselben Stelle festgefahren hatte. Beide Geräte fuhren immer wieder auf den Zaun zu und für die zwei Gartenbesitzer, die das Phänomen mittlerweile gemeinsam beobachteten, sah es fast aus, als fuhren die Roboter zweier unterschiedlicher Fabrikate gezielt aufeinander zu. Eine Fehlersuche in den Apps, über die beide Geräte gesteuert wurden, blieb ohne Ergebnis. Auch in den Hilfe-Hotlines der Geräteanbieter kamen die Gartenbesitzer nach eigener Aussage nicht weiter und legten ihre Mähroboter schließlich still.
Fachhändler kann helfen
Was die beiden zu dem Zeitpunkt nicht ahnen konnten: Sie waren nicht die einzigen, die in diesen Tagen in Sachen Mähroboter-Navigation an ihre Grenzen kamen. Auch der Betreiber einer Hotel- und Konferenzliegenschaft in Bayern beobachtete Kurioses: Auf seinem Außengelände waren gleich mehrere Mähroboter eines Fabrikats installiert, die im Flottenbetrieb angelegt waren. Normalerweise bearbeiteten sie nebeneinanderliegende Areale. Nun aber fuhren die insgesamt vier Geräte ebenfalls auf immer derselben Wiesenstelle sternförmig aufeinander zu, drehten ab, fuhren einen Kreis und kamen zurück. Auch dieses Spiel wiederholte sich wie im vorbeschriebenen Fall. Der Hotelbetreiber wandte sich an seinen Fachhändler, der die Installation der mit Kameras ausgestatteten, kabelungebundenen Mähroboter vorgenommen hatte. Eine plausible Erklärung konnte auch dieser zunächst nicht finden, fand aber heraus, dass die Geräte kurz zuvor ein Update erhalten hatten. Eine Rückfrage beim Hersteller ergab, dass man sich den Umstand zwar nicht habe erklären können, räumte aber ein, dass es am selben Tag bereits einige Anfragen in gleicher Sache gegeben hatte – auch über Deutschland hinaus.
Update als Auslöser
Betroffen waren demnach, wie sich später herausstellte, Mähroboter diverser Fabrikate ohne Begrenzungsdraht und dies rund um den Globus. Auch aus Skandinavien, Groß Britannien und den USA wurden ähnliche Fälle gemeldet. Erst eine fabrikatsübergreifende Task-Force kam schließlich der augenscheinlichen Ursache auf den Grund: Die eigentlich zur Hinderniserkennung implementierte KI-Kamera, bzw. ein hier integrierter Chip, hatte nach dem Update offensichtlich einen Bug. Wo genau der Fehler lag, wurde nicht bekanntgegeben. Mit Rücksicht auf das Image der betroffenen Fabrikate wurden diese ebenfalls nicht genannt. Stattdessen teilte man einen weiteren kuriosen Fall: In einem Park in Frankreich beließen es die Roboter nicht bei dem oben beschriebenen Fahrverhalten. Die insgesamt 8 Geräte navigierten in demselben Muster derart kunstvoll, so die zuständige Parkdirektorin, dass es „aussah wie eine Polonaise.“ Hier griff man nicht ein: „Für den Moment fanden wir das eigentlich ganz lustig“, hieß es. Nun gab auch die Task-Force Entwarnung. Betroffene Handelspartner seien von den Fabrikaten selbst informiert worden, hieß es weiter.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag wurde mit HI erstellt (Humoristic Intellligence)
