Die italienische Fachmesse für Maschinen und Geräte für die Landwirtschaft und die Grünpflege, Eima International, reagiert auf den Notstand und verschiebt ihre 44. Ausgabe von Mitte November 2020 auf Anfang Februar 2021. Ganz entfallen wird der Herbst-Termin jedoch nicht: Geplant ist hier ein digitales Mega-Ereignis, das auch in der Geschichte der Fachmesse eine absolute Neuheit darstellt.
Wie es vom Veranstalter heißt, kann die zuletzt mit nahezu 2.000 Ausstellern und 320.000 Besuchern weltweit führende Fachmesse aufgrund des durch das Corona-Virus initiierten Notstands nicht wie geplant vom 11. bis zum 15. November in Bologna stattfinden. Der ursprüngliche Termin im November wird jedoch nicht vollständig gestrichen. Vielmehr veranstaltet die Eima International hier die “Eima Digital Preview”. Nach eigener Aussage das weltweit erste mediale Event im Bereich der Landwirtschaftstechnik mit digitalen Plattformen und Technologien. Die physische Auflage der Eima International ist dann für den Februar 2021 geplant. Während diese Fachunternehmen, Technikern und Landwirtschaftsbetrieben ihr großes Angebot an Technologien für Arbeiten aller Art präsentieren wird, verspricht die digitale Preview eine reizvolle Vorschau, heißt es von den Veranstaltern.
Den Umständen entsprochen
Die Entscheidung, die herkömmliche Fachmesse auf den Anfang des nächsten Jahres zu verschieben beruht laut Alessandro Malavolti, Vorsitzender von FederUnacoma, dem Verband der italienischen Hersteller, der die Veranstaltung organisiert, auf einer sorgfältigen logistischen und wirtschaftlichen Bewertung. Bereits jetzt sei damit zu rechnen, dass Messeveranstaltungen auch im Herbst noch spezifischen Anordnungen der italienischen Regierung unterliegen und das Transport- und Dienstleistungssystem aufgrund von in Italien sowie international bestehenden Vorsichtsmaßnahmen noch verlangsamt sein wird. Andererseits bestehe für die Lieferkette der Landwirtschaft und der angewandten Mechanik die dringende Notwendigkeit, die Aktivitäten fortzusetzen. Es bestehe großes Interesse an technologischen Innovationen, wie die Eima sie zeige, sowie nach der akuten Phase des Virus-Notstands ebenfalls ein großer Bedarf, der Landwirtschaft wieder Energie und Wettbewerbsfähigkeit zu verleihen. Aus diesem Grund habe man die Vorschau im November geplant.
Digitales Event als Bindeglied
Sie soll das Bindeglied zur Ausgabe im Februar 2021 darstellen und als Event einen Ausnahmefall in der Geschichte der Eima International darstellen, die ab dem November 2022 wieder in ihrer herkömmlichen Form stattfinden soll. Die Anmeldungen zur 44. Eima hätten bereits das gesamte Messeviertel in Bologna gefüllt und würden vollständig auf Februar übertragen, so die Generaldirektorin von FederUnacoma Simona Rapastella. Während man bereits an der digitalen Plattform arbeite, die es den Ausstellern gestatten soll, ihre Unternehmensprofile, Produktpalette und ihre Neuheiten im November vorab zu präsentieren, ist man derzeit auch mit der Konzeption von Seminaren, Kongressen und Media-Events befasst, die das Spektrum der Veranstaltung abrunden und Aufmerksamkeit auf wichtige Themen rund um Technologien für die Landwirtschaft, Grünpflege und den Landschaftsschutz lenken. Besondere Bedeutung sollen auf der neuen Plattform B2B-Begegnungen mit ausländischen Unternehmen haben. Rapastella: "Für unsere Veranstaltung stellt dies ein strategisches Ziel und eine große Stärke dar.“
