Der Markt für italienische Landmaschinen ist im ersten Quartal 2020 vor dem Hintergrund der Covid-19-Krise deutlich eingebrochen. Dies teilte der italienische Branchenverband FederUnacoma in Rom mit. Auch für die zweit Jahreshälfte rechnet man mit keiner wesentlichen Erholung.
Laut der Vereinigung der italienischen Landmaschinenproduzenten FederUnacoma zollt der Markt dem Pandemie-Szenario und den damit verbundenen Maßnahmen zum Gesundheitsschutz Tribut. Demnach sind die Abverkäufe für Traktoren im März um 34,4 Prozent eingebrochen. Bei Erntemaschinen waren es minus 12,5 Prozent, bei Traktoren mit Ladeplattform minus 21,1 Prozent, bei Trailern sogar fast 40 Prozent (-39.3%) und bei landwirtschaftlichen Teleskopladern minus 10,5 Prozent. Im März war zudem die Produktion stark rückläufig, ausgelöst durch den spontanen Lockdown ab dem 25. März. Auch der Stopp bei Neuzulassungen schlug sich in der März-Statistik nieder. In der ersten Quartalsstatistik, die die FederUnacoma auf Basis der Zahlen des Ministeriums für Transport erhebt, sackte die Zahl der Neuzulassungen bei Traktoren demnach um 14,6 Prozent ab. Bei Trailern wurden 17,4 Prozent weniger Zulassungen registriert. Lediglich die Traktoren mit Ladeplattform legten leicht um 2,6 Prozent zu sowie Teleskoplader um 9,1 Prozent.
Kaum Erholung in Sicht
Auch für das angebrochene Quartal macht sich der Lockdown bereits bemerkbar. Selbst wenn die Produktionsstätten nun bald wieder eröffnen dürften wird die Produktion aufgrund der anhaltenden Schutzmaßnahmen in den Fabriken weit unter dem Normalniveau bleiben, erklärt die FederUnacoma. Auch die Ausgabebereitschaft der italienischen Landwirte sei angesichts der gegenwärtigen Situation gedämpft. Auch für das zweite Quartal rechnet man daher nicht mit einer Erholung. Frühestens der Sommer könnte eine Erholung der Zahlen bringen, sofern die medizinischen Umstände dies zulassen.