Ein Mann sitzt auf einem gelben Sofa und hält ein Tablet in der Hand.
Heiko Odörfer, Gründer und Geschäftsführer der Marketingagentur Revipe, möchte kleine und mittelständische Betriebe in ihrer Region zur Marke machen. (Quelle: Revipe Marketing GmbH)

Unternehmensführung 2026-05-18T09:50:36.122Z Den Kunden catchen - Wie Motoristen ihr Profigeschäft beflügeln können

Absatzförderung Verkauf tut Not in diesen Tagen. Doch wie findet die Kundschaft, die vor allem digital unterwegs ist, in Ihr Geschäft? Wie lassen sich Abschlüsse mit kommunalen und gewerblichen Kunden durch Fördermittel beflügeln? Genau an diesem Punkt setzt das gemeinsame Geschäftsmodell der Marketingagentur Revipe und der Fördermittel-Plattform Simpact an. Was sich dahinter verbirgt und wie Fachhändler profitieren können, lesen Sie hier.

„Die Umsatz-Helden!“ – so war ein Werbebeileger in der Februar-Ausgabe von Motorist betitelt, den auch Sie sicher wahrgenommen haben. „Wollen Sie mehr Mähroboter verkaufen? Im Profi-Segment? – Wir erledigen das für Sie“ lautete die zentrale Botschaft darin. „Wir“, das sind in dem Fall die auf Online-Marketing spezialisierte Revipe Marketing GmbH in Trebgast und die Simpact GmbH in München, eine Plattform, die sich auf die Antragsabwicklung für Fördermittel spezialisiert hat. Wir wollten wissen, was genau hinter dem Geschäftsmodell steckt und haben uns dies von Revipe-Geschäftsführer Heiko Odörfer erklären lassen. Demnach positioniert sich Revipe als klassische Online-Marketingagentur mit dem Fokus auf den Fachhandel in der Forst- & Gartentechnik sowie Bike-Stores. Einer der ersten Motoristen, mit denen man zusammengearbeitet hat, ist Eichner Forst- und Gartentechnik in Kulmbach. Das Feedback von Geschäftsführer Florian Unglaub, das auf der Homepage von Revipe eingesehen werden kann, ist nur eins aus der Branche. Auch Janßen-Motorgeräte in Bargstedt, Kleinmotoren Schmidt aus Simmertal, Steib Motorgeräte in Heideck und Motoren Missing in Meerbusch zählen zu den Kunden.

Regionales Performance-Marketing

Zum Angebot der Agentur Revipe, deren Name als etwas untypisches Akronym für „Revolution for Independent People“ steht und die auch damit ihr Engagement für eher kleinere und inhabergeführte mittelständische Unternehmen unterstreichen will, gehören laut Eigendarstellung eine branchenoptimierte Mediengestaltung, professionelle Werbeanzeigen und die dauerhafte Optimierung von Werbemaßnahmen. Diese bezieht sich allerdings nicht nur auf das Anpassen von Inhalten oder den Zeiträumen und Kanälen, in denen die Werbebotschaften ausgespielt werden. Revipe setzt vielmehr auf den Mix aus kontinuierlicher Imagewerbung und gezieltem Performance-Marketing. „Man kann sich das so vorstellen: Wir spielen für unsere Kunden über einen längeren Zeitraum kontinuierlich und in einem bestimmten Umkreis über diverse Kanäle lokal digitale Imagewerbung aus. Dabei steht immer der Betrieb des Auftraggebers im Vordergrund. In jedem Video erscheint dessen Name, Telefonnummer und Postleitzahl. So wird es dem Betrachter direkt deutlich, dass es sich um einen Händler in der Region handelt - und Regionalität schafft Vertrauen, gerade bei beratungsintensiven Produkten“, erklärt Heiko Odörfer. „Bei unseren Werbemedien steht immer der Händler und dessen Logo im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, wodurch wir kontinuierlich eine Händlermarke aufbauen und genau diese Markenbekanntheit in der Heimatregion unserer Kunden stärken.“

Gezielte Abverkaufswerbung

Flankiert wird diese Basiswerbung, die Odörfer als „permanentes Grundrauschen“ beschreibt, durch gezielte Abverkaufswerbung, etwa für Mähroboter. Diese Clips bewerben nicht nur den Händler oder bestimmte Produkte, sondern verfügen zudem über einen klaren „call-to-action“. Heißt: Der Betrachter wird ermutigt, sich über einen Button in ein Formular zu klicken, in dem er sich als möglicher Kaufinteressent kenntlich macht und konkrete Kontaktdaten hinterlässt. Diesen Lead kann der Motorist dann nutzen, um mit dem Interessenten ins Geschäft zu kommen. Ein Beispiel für einen solchen „call-to-action“ ist etwa ein kostenfreier Gartencheck in der Form „Jetzt kostenfreien Gartencheck sichern.“

Ein Mann hält eine Präsentation in einem modernen Meetingraum vor einer kleinen Gruppe von Zuhörern.
Das Revipe-Team erstellt Kampagnen, die genau auf die stationären Fachhändler in ihrem jeweiligen lokalen Umfeld zugeschnitten sind. (Quelle: Adrian Infernus / Revipe Marketing GmbH)

Interessant für Profikunden

Noch gezielter spricht Revipe kommunale und gewerbliche Kunden an: Dabei wird das Performance-Marketing angereichert durch einen kostenfreien Fördermittelcheck. Hier kommt die Simpact GmbH, München ins Spiel. Diese hat sich mit ihrer gleichnamigen Plattform auf das Ermitteln und die Antragsabwicklung rund um öffentliche Förderanträge u.a. in den Bereichen Robotik, Logistik, Baumaschinen und Maschinenbau spezialisiert und ist offizieller Fördermittelberatungspartner des Bayerischen Golfverbands. „Wir überwachen über 1.200 Förderprogramme auf EU-, Bundes- und Landesebene und übernehmen die individuelle Antragstellung für Unternehmen, Kommunen und Vereine“, heißt es dazu auf der Homepage. In der Zusammenarbeit mit Revipe gestaltet sich dies so, dass der „call-to-action“, bzw. der Kunden-Lead, durch das Versprechen eines kostenfreien Fördermittelchecks platziert wird. Auch hier hinterlassen die möglichen Kaufinteressenten ihre Kontaktdaten. Fragen diese über das Kontaktformular gar ein konkretes Angebot bei einem Betrieb an, startet im Hintergrund bereits der Fördermittelcheck, der in der Regel binnen 48 Stunden abgeschlossen ist. „Der Motorist geht also direkt mit guten Konditionen ins Gespräch. Das kann ein richtiger Verkaufsbooster sein“, wirbt Odörfer. Kommt es zum Abschluss, übernimmt Simpact die Antragstellung für die Fördermittel. Erst dann werden hier Kosten in Form einer Provision fällig.

Leistungsangebot und Procedere

Nicht ganz unbescheiden bewirbt man sich im Verbund daher auch als „Umsatzturbo für Motoristen“. Tatsächlich schreibt Odörfer sich und Simpact auf die Karten, für ihre Kunden planbar neue Kundenanfragen zu erzielen und messbar mehr Abschlüsse. Aufwand und Risiko für die Motoristen seien dagegen gering. Die Werbung wird demnach komplett von Revipe gesteuert und angepasst, das Procedere sei zu jeder Zeit transparent. „Am Anfang steht bei uns immer ein kurzes, unverbindliches Erstgespräch. Darin prüfen wir gemeinsam mit dem Händler, welches Umsatzpotenzial in seinem Einzugsgebiet steckt und ob eine Zusammenarbeit sinnvoll sein kann. Ist dies der Fall, kann der Kunde eine eingehende, ebenfalls kostenfreie Beratung buchen, in der wir seine Fragen beantworten. Erst an dritter Stelle erstellen wir ein Werbekonzept basierend auf den Bedürfnissen und Alleinstellungsmerkmalen unserer Klienten“, so Odörfer. Oftmals erstellt Revipe in diesem Rahmen Videos oder Grafiken für das Unternehmen, bestehendes Material kann jedoch auch eingebunden werden. Als eigene Spezialität beschreibt Heiko Odörfer, der einen Background in der Filmwirtschaft mitbringt, seine durch Neuromarketing und KI angereicherten Image- und Werbevideos. Diese würden eben nicht wie klassische Werbung daherkommen, sondern in nur wenigen Sekunden eine echte Geschichte erzählen. Das verfange viel besser, betont er.  

Konditionen und Kosten  

Bleibt der Blick auf die Kosten: Derart kreatives Engagement hat natürlich seinen Preis. Die Kosten variieren je nach Auftragsumfang. Eingerechnet werden dabei die Ausgaben für das erstmalige Setup, ein monatliches Budget für die laufende Betreuung und Optimierung der Werbemaßnahmen sowie das eigentliche Werbebudget für das Ausspielen in den jeweiligen Online-Diensten. Je nach Umfang kann sich daraus ein monatlicher vierstelliger Betrag ergeben. Für viele Händler zunächst eine spürbare Investition. Entscheidend sei jedoch, dass sich diese Ausgaben durch zusätzliche Kundenanfragen und Verkäufe schnell amortisieren. Genau darauf sei das Modell ausgelegt, erklärt Heiko Odörfer: „Unser Ziel ist es, Marketing von einer Kostenstelle zu einer Investition zu transformieren. Marketing darf kein Selbstzweck sein – am Ende müssen Verkäufe und Umsatzsteigerungen stehen, nur so ist es eine Investition.“ Darin liegt für ihn auch der Unterschied zum einfachen Social-Media-Marketing: Statt vereinzelt Beiträge zu posten, setzt Revipe auf die Entwicklung eindeutiger Werbestrategien mit messbaren Ergebnissen. Verkäufe und Mehrumsatz seien dabei jedoch nur eine Seite der Medaille – entscheidend sei letztlich auch, mehr Ertrag mit weniger Aufwand zu erzielen.

Warum Mähroboter?

Gerade deshalb gilt das Profi-Segment bei Mährobotern derzeit für ihn als besonders attraktiv. Ein weiterer wichtiger Punkt ist daher die sogenannte Positionierung. „Wer hochpreisige Mähroboter verkaufen möchte, der muss sich entsprechend auch als Experte in diesem Bereich nach außen repräsentieren und dies in den Köpfen der Zielgruppe glaubhaft verankern – ansonsten landen Interessenten schnell beim Mitbewerber“, argumentiert der Werbe-Experte. Revipe versteht sich dabei bewusst als ausgelagerte Marketingabteilung seiner Kunden: „Viele Fachhändler haben weder Zeit noch Personal, um sich intensiv um digitales Marketing zu kümmern. Allerdings ist dies eine essenzielle Voraussetzung, um in einer zunehmend digitalisierten Welt langfristig erfolgreich zu bleiben. Genau hier springen wir ein. Für die Händler ist das der optimale Kompromiss. Zum einen bekommen sie die Möglichkeit, professionelle Online-Werbung für sich zu nutzen. Zum anderen ist es deutlich günstiger, als eigene Mitarbeiter einzustellen oder gar eine interne Marketingabteilung aufzubauen. Zudem bleiben unsere Leistungen jederzeit kündbar, daher sind wir zum Erfolg verpflichtet.“ Ein weiterer Vorteil sei die klare Spezialisierung auf die Motoristen-Branche. Viele Strategien und Inhalte seien bereits auf diese Zielgruppe zugeschnitten. Dadurch entfallen lange Einarbeitungszeiten zur Erstellung neuer Konzepte, wie sie bei branchenfremden Agenturen üblich sind – was viel Zeit und damit Kosten spare.

Gefördert bis Jahresende

Die Laufzeiten für eine Kennenlern-Kampagne bei Revipe liegen bei drei bis sechs Monaten. Sinnvoller sei jedoch ein langfristiges Engagement, bei dem man seinen Kunden dann auch einen Gebietsschutz zusagen kann. „Unser Ziel ist es, ein Netzwerk starker Fachhändler aufzubauen. Wenn wir in einer Region einen Partner haben, dann versuchen wir alles, um diesen dort zum Platzhirsch zu machen. Ist eine Region einmal vergeben, nimmt Revipe dort keine weiteren Händler mehr auf“, verspricht Odörfer und zeigt, wie eine ganzjährige Zusammenarbeit aussehen kann: Acht Monate im Jahr wird intensiv geworben, vier Monate pro Jahr können Händler flexibel pausieren, um die ruhigen Wintermonate zu überbrücken oder auch mal Zeiten im Hochsommer, wenn die Auslastung ohnehin hoch ist und Kunden wie auch Mitarbeiter im Urlaub sind. Darüber hinaus bestehe aktuell aufgrund einer BAFA-Fördermaßnahme noch bis Ende des Jahres die Möglichkeit, bei einer Zusammenarbeit mit Revipe einen Betrag in Höhe von bis zu 3.500 Euro (alte Bundesländer) bzw. 5.600 Euro (neue Bundesländer) an Förderung für die Werbemaßnahme zu erhalten, so Odörfer.

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zuletzt editiert am 18. Mai 2026