Das Institut für Handelsforschung (IFH), mit Sitz in Köln, hat einmal mehr den gesamten deutschen Gartenmarkt unter die Lupe genommen. Das Fazit fällt weiterhin positiv aus. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Zahlen, die auch den Teilmarkt "Motorgeräte betreffen.
Über alle Warengruppen hinweg besitzt der deutsche Gartenmarkt ein Volumen von 17,9 Mrd. Euro zu Verbraucherpreisen. Das heißt: Jeder Bundesbürger gab 2011 im Schnitt 219 Euro für seinen eigenen Garten, Terrasse und Balkon aus.
Insgesamt ist der Gartenmarkt relativ konstant und zeigt positive Tendenzen. Die aufgrund der unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen teilweise erheblichen Umsatzveränderungen in anderen Branchen fallen im Gartenmarkt nur äußerst gering aus. So bewegen sich die Umsatzveränderungsraten seit der Jahrtausendwende lediglich im Intervall zwischen - 3,0 und + 3,3 %. Viel eher machen sich die Wetterbedingungen insbesondere in den Frühjahrs- und Sommermonaten bemerkbar.
Zuletzt (2011) wuchs der Gartenmarkt um 0,8 % und entwickelte sich damit leicht unter dem langjährigen Durchschnitt von +0,9 %. Ein Blick auf die Entwicklung der unterschiedlichen Warengruppen in den vergangenen Jahren zeigt, dass die Warengruppe "Grillen im Garten" mit einem durchschnittlich zweistelligen jährlichen Umsatzwachstum deutlich hervorsticht. Gartengeräte und -maschinen konnten ebenfalls, wenngleich nicht in diesem Umfang, an Umsatz zulegen.
Motorgeräte
Gartengeräte und -maschinen tragen derzeit mit 8 % zum gesamten Gartenmarktumsatz bei. In absoluten Zahlen gesprochen heißt das, dass in Deutschland für entsprechende Produkte 2011 über 1,4 Mrd. Euro ausgegeben wurden. Dabei entwickelte sich der Markt in den vergangenen Jahren überaus positiv. Seit 2005 konnte er um 28 % wachsen und nimmt nun ein Volumen (auf Verbraucherebene inkl. MwSt.) von 1,44 Mrd. Euro ein.
Zuletzt (2011) hinkte der Markt für Gartenhandgeräte, Rasenmäher und elektrisch-motorisch betriebene Geräte erstmals seit sieben Jahren wieder dem Gartengesamtmarkt hinterher. Während der gesamte Gartenmarkt das Jahr 2011 mit einem Plus von 1,5 % abschließen konnte, verlor der Markt für Gartengeräte minimal. Mit einem Minus von 0,5 % befinden sich die Gartengeräteumsätze aber nahezu auf Vorjahresniveau. Diese rote Null 2011 im Gesamtmarkt für Gartengeräte soll aber auch nicht über die in den verschiedenen Warengruppen sehr unterschiedlich ausgefallenen Entwicklungen hinwegtäuschen. So schlossen beispielsweise Elektrorasenmäher dank Akku- und Robotertechnologie das vergangene Jahr sehr erfolgreich ab, während bei elektrisch-motorisch betriebenen Geräte/Maschinen ein deutliches Minus zu registrieren war. Auch Gartenhandgeräte konnten nach dem langjährigen Abwärtstrend schon das zweite Jahr in Folge wieder an Umsatz gewinnen.
Autor: Christian Lerch, Consultant IFH Köln
Der komplette Artikel ist in MOTORIST 1/2013 nachzulesen.