Der Ehrenpräsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) Philip Freiherr von dem Bussche ist am 8. April 2024 im Alter von 74 Jahren nach längerer Krankheit verstorben.
Die DLG habe von dem Bussche, der zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Agrarwirtschaft gehört, sehr viel zu verdanken, heißt es im Nachruf. Der studierte Betriebswirt übernahm 1975 den seit 1345 im Familienbesitz befindlichen Landwirtschaftsbetrieb und engagierte sich früh branchenpolitisch in diversen Ämtern. Auch die DLG prägte von dem Busche über Jahrzehnte und setzte zunächst im fachlich-unternehmerischen Bereich Impulse, später übernahm er für viele Jahre Verantwortung im DLG-Vorstand. Von 1997 bis 2006 wirkte er als DLG-Präsident. Unter seiner Ägide wurden die Weichen für eine entscheidende strategische Weiterentwicklung und Umstrukturierung gestellt, u.a. wurden die Testzentren für Technik und Betriebsmittel neu gebildet und die Internationalisierung der DLG konsequent vorangetrieben. Mit der Aufgabe des Präsidentenamtes übernahm von dem Bussche den Vorsitz des Aufsichtsrats, um den Kurs für einen weiteren erfolgreichen Ausbau der DLG weiter unterstützen zu können. Für seine großen Verdienste hatte die DLG ihm bereits 2006 als höchste Auszeichnung die Große Goldene Max-Eyth-Denkmünze verliehen und ihn 2018 zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit ernannt.
