Mensch vor Laptop mit stylisierten Buttons zum Thema Omnichannelhandel
Omnichannel-Konzepte werden für den Handel immer wichtiger. (Quelle: Fotalia)

Handel & Hersteller

01. June 2022 | Teilen auf:

EHI-Studie zeigt Trends im Connected Retail

Der Handel wird zunehmend vernetzter. Dies belegt das EHI in der aktuellen Studie „Connected Retail 2022“. Demnach konzentrieren sich die Händler in Zukunft auf schnellere Liefergeschwindigkeiten und digitale Touchpoints. Davon profitieren auch Omnichannel-Services.

„Zu den Top-Trends im Handel werden in den nächsten fünf Jahren Live-Shopping, Quick-Delivery und Virtual Commerce zählen. Der Handel setzt damit immer stärker auf virtuelle Erlebnisse“, sagt Lars Hofacker, Leiter Forschungsbereich E-Commerce.

Die größte Relevanz unter den Omnichannel-Services hat nach Meinung der entscheidenden Personen aus dem deutschsprachigen Handel die Verfügbarkeitsanzeige stationärer Bestände im Onlineshop. 94,5 Prozent haben diese bereits im Angebot oder in Planung. Den Befragten ebenfalls wichtig ist der Instore-Order-Service. 85,6 Prozent der Befragten bieten diesen aktuell an oder planen es. Dahinter folgt Click & Collect mit stationärer Bezahlung (79,1 Prozent). Eine Videoberatung in der Filiale plant ein Fünftel der Befragten.

Nadelöhr IT und Fachkräftemangel

Dennoch stoßen die Handelsunternehmen weiterhin auf Hindernisse bei der Umsetzung und Optimierung von Omnichannel-Services. Als größte Herausforderung sehen 70,4 Prozent den Bereich IT, schließlich ist eine reibungslos funktionierende IT-Infrastruktur die Grundvoraussetzung für einen guten Omnichannel-Service. Die zweite große Aufgabe ist mit dem Fachkräftemangel verbunden, gut die Hälfte (49,6 Prozent) nennen personelle Ressourcen herausfordernd. Für 43,5 Prozent ist die Logistik in Bezug auf Omnichannel-Services noch optimierungsfähig.

Bestandsmanagement überwiegend in Echtzeit

Für das optimale Einkaufserlebnis der Kundschaft von großer Bedeutung ist die Aktualität der Bestandsführung. Dabei zeigen die befragten Händler ihren Bestand mehrheitlich in Echtzeit an – egal, ob online oder offline. Beim Onlinebestand verweisen 71,3 Prozent auf Echtzeit-Angaben. 63,1 Prozent geben an, ihre kanalübergreifenden Bestände in Echtzeit in einem System zu bündeln. 60,2 Prozent aktualisieren ihren Filialbestand in Real-Time. Hier ist der Wert der tagesaktuellen Bestandsaufnahme mit 33 Prozent am höchsten. Die Studie ist ab sofort auf der Website des EHI verfügbar und für Mitglieder kostenlos. Eine detaillierte Vorstellung der Studie findet am 8. Juni 2022 im Rahmen der EHI-Session „Connected Retail“ statt. Die Session zum Thema Virtual Commerce veranstaltet das EHI am 24. August 2022.

zuletzt editiert am 02.06.2022